Miss Euregio: Die schönste Frau kommt aus der Eifel

Von: Andreas Gabbert
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Von Höfen in die weite Welt?: Jana Lenzen wünscht sich eine ähnliche Karriere wie ihr Vorbild Rebecca Mir, die ebenfalls in der Eifel aufgewachsen ist. Foto: A. Gabbert

Höfen. Die Miss Euregio 2017 kommt aus Höfen und heißt Jana Lenzen. Jetzt träumt sie davon, in die Fußstapfen einer anderen jungen Frau aus der Eifel zu treten, deren Modelkarriere vor einigen Jahren mit der Wahl zur Miss Euregio begonnen hatte. Heute ist die in Imgenbroich aufgewachsene Rebecca Mir immer wieder im Fernsehen präsent und reist als Model um die Welt. Davon träumt auch Jana.

„Eigentlich habe ich nur aus Jux und Tollerei an der Wahl zur Miss Euregio teilgenommen, einfach nur aus Spaß. Ich hab mir nicht so viel dabei gedacht“, sagt die 18-Jährige, die mit 1,77 Meter die perfekte Größe für ein Model hat. „Da komme ich nach meinem Papa, der ist auch ziemlich groß“, sagt sie.

Ihre Mutter Andrea war es, die in der Zeitung einen Aufruf zur Bewerbung für die Misswahl entdeckt und ihre Tochter darauf aufmerksam gemacht hatte. „Wie Mütter eben so sind“, sagt Jana mit einem Augenzwinkern.

Also besorgte sie sich die Bewerbungsunterlagen im Internet, füllte sie aus und legte ein paar Fotos dazu, die kurz vorher bei ihrem ersten Fototermin mit einem professionellen Fotografen auf dem Hechelscheider Hövel und an der „Schönen Aussicht“ in Schmidt entstanden waren. Weiter beschäftigte sie sich mit dem Thema nicht. „Das war in meinem Kopf nicht mehr präsent“, sagt sie. Doch dann kam die Zusage, dass sie aus Dutzenden von Bewerberinnen für die Misswahl im Rahmen der Euregio-Messe in Aachen ausgewählt worden sei.

Erste Erfahrungen gesammelt

Dann ging der Trubel los und die Aufregung stieg von Tag zu Tag. Es sollte für Jana zwar nicht der erste öffentliche Auftritt sein, schließlich hatte sie mit der Tanzgarde der KG Biebesse aus Höfen und den Formationen „City Jumper“ und „The Charge“ des Tanzclubs Dash aus Imgenbroich schon Bühnenerfahrung gesammelt, auf einem Laufsteg hatte sie sich aber noch nie vor einer Jury präsentiert. „Das war quasi ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt Jana.

Klar war, dass sie sich in selbst mitgebrachter Alltagskleidung, Bademode und Abendgarderobe präsentieren sollte. Also stand für Mutter und Tochter zunächst die Suche nach den passenden Klamotten auf dem Programm. „Meine Mama und ich haben ein super Verhältnis. Sie hat alles mitgemacht und war immer an meiner Seite, um moralische Unterstützung zu leisten. Das haben wir gemeinsam gerockt“, betont die neue Miss Euregio.

Vor dem ersten Auftritt auf dem Laufsteg bekamen die elf jungen Frauen und vier jungen Männer, die es in die engere Auswahl geschafft hatten, Tipps von erfahrenen Models. „Die haben uns etwas die Angst vor dem Auftritt genommen“, sagt Jana. Trotzdem raste ihr Herz vor Aufregung, als sie zum ersten Mal den Laufsteg betrat.

Auf dem Präsentierteller

Bei ihrer Lieblingsserie „Germanys next Topmodel“ hatte sie sich schon einiges abgeguckt und ihrer Mutter vorgeführt. „Das sieht immer einfach aus, aber man muss sich auf die Abläufe konzentrieren, auf die Schrittfolge und auf das Posen vor der Jury. Um auf dem Präsentierteller die Schokoladenseite zu zeigen, gehört doch schon etwas mehr dazu“, erklärt die junge Frau.

Es galt aber nicht nur, sich optisch so gut wie möglich zu präsentieren, sondern es mussten auch Fragen zu Hobbys, zu den bisher gesammelten Erfahrungen und zur Motivation für die Misswahl beantwortet werden. Fragen zum aktuellen Zeitgeschehen warteten dann in der nächsten Runde auf die Kandidatinnen. „Zwischendurch mussten wir uns immer wieder ratzfatz umziehen. Das war schon alles aufregend und spannend“, berichtet Jana.

Nicht weniger aufgeregt war ihre Mutter, die natürlich im Publikum saß. „Ich musste mich zurückhalten, nicht zu laut zu schreien. Das ist ja schon aufregend, wenn die eigene Tochter plötzlich auf dem Laufsteg steht“, sagt Andrea Lenzen.

Eine Woche später stand das große Finale an. Dieses Mal wurden die Bewerberinnen professionell gestylt und fotografiert. Auch das war eine neue Erfahrung für die Höfenerin.

Auch aus Höfen waren viele Leute gekommen, um Unterstützung zu leisten: ihre Freunde, Freunde der Eltern und auch einige, mit denen sie gar nicht gerechnet hatte.

Am Ende blieben vier Kandidatinnen übrig und die Gewinnerinnen wurden einzeln aufgerufen, die Dritt- und die Zweitplatzierte zuerst. „So aufgeregt war ich noch nie in meinem Leben. Das war der Wahnsinn, als am Ende mein Name fiel. Ich habe das immer noch nicht ganz realisiert“, sagt Jana.

Seitdem ist aber schon wieder viel passiert. Sie wurde in eine Modelagentur aufgenommen, in Kürze stehen ein Set-Card-Shooting und ein Modelkurs an und einige Fotografen haben auch schon angefragt. „So viel Trubel um meine Person bin ich gar nicht gewohnt. Das ist mir schon fast unangenehm“, sagt Jana.

Fest steht für die Schülerin des Clara-Fey-Gymnasiums in Schleiden aber, dass sie in dieser Richtung weitermachen will und gerne in die Fußstapfen ihres Vorbildes Rebecca Mir, die auch bei Janas Lieblingsserie Germanys next Topmodel sehr erfolgreich war, steigen würde.

„Es hat mir riesengroßen Spaß gemacht. Wenn man solch eine Eintrittskarte bekommt, wäre es dumm, nicht weiterzumachen. Rebecca Mir ist den gleichen Weg gegangen und kommt aus der Eifel so wie ich. Nun reist sie durch die ganze Welt. Das wäre ein riesengroßer Traum für mich“, sagt Jana. „Da wäre sie auch ein Mensch für“, stimmt ihre Mutter zu.

Janas große Leidenschaft ist aber nach wie vor das Tanzen. Schon mit vier Jahren tanzte sie bei der KG Biebesse aus Höfen und später dann auch im Tanzclub Dash. Das klappt auch mit Blick auf die Abiturprüfungen im kommenden Jahr zeitlich nicht mehr so gut, aber in der Tanzgarde der KG ist sie immer noch aktiv.

Sie trifft sich gerne mit Freunden und liebt es zu reisen – am liebsten nach Madrid, wo sie ein halbes Jahr verbracht und viele Freunde gefunden hat. Vielleicht kann sie sich ihren Traum ja erfüllen und reist bald als Model um die Welt. Dass das kein Wunschdenken bleiben muss, hat ihr Vorbild ja bewiesen. Eins steht für die 18-Jährige jedenfalls fest: „Ich will nicht abheben und mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben.“

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