Minister: Die Justiz hat in Monschau weiter festen Platz

Von: ag
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Justizminister Thomas Kutschaty (vorne)durfte sich beim Besuch in Monschau in das Goldene Besuch der Stadt eintragen. Begleitet wurde er u.a. von Peter Lüttgen, Direktor des Amtgerichts, dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling, Bürgermeisterin Margareta Ritter, dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Köln, Peter Kamp, und dem Leiter des Ausbildungszentrums, Dr. Benjamin Limbach (von links). Foto: A. Gabbert

Monschau. Das Amtsgerichts in Monschau hat langfristig eine Zukunft, das erklärte der Justizminister des Landes NRW, Thomas Kutschaty (SPD), am Donnerstag bei seinem Besuch in Monschau. Das dürfte auch den 21 Mitarbeitern etwas Sicherheit geben, schließlich wird über die Schließung kleiner Amtsgerichte immer wieder diskutiert. Insgesamt gibt es 130 Amtsgerichte in NRW.

Kutschaty war auf Einladung des Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling (SPD) gekommen, um sich vor Ort ein Bild des Amtsgerichtes und der Nebenstelle des Ausbildungszentrums der Justiz auf der Haag zu machen. Er nutzte die Gelegenheit, um mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, sich die Räumlichkeiten anzuschauen und die Arbeitsweise der Einrichtungen kennenzulernen.

Der Justizminister bezeichnete Monschau als einen „guten und bedeutenden Ort für die Justiz“. Er habe registriert, dass in Monschau sehr „kundenorientiert“, gut und schnell gearbeitet werde. Die Mitarbeiter würden sich untereinander kennen, und wer ein Anliegen habe, der kenne meist auch seinen Ansprechpartner. Hier ginge es sehr menschlich und unkompliziert zu. Das Gericht sei inzwischen barrierefrei und gut gerüstet für die Zukunft. Alles was in die Zuständigkeit des Amtsgerichts falle, könne auch in Monschau verhandelt werden.

Mit Blick auf das Ausbildungszentrum auf der Haag sprach er von einem Alleinstellungsmerkmal über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus. Hier fände die Ausbildung wichtiger Berufsgruppen wie Wachtmeister und Gerichtsvollzieher sowie die Qualifikation für den gehobenen Dienst statt.

Dass sechs andere Bundesländer ihre Auszubildenden nach Monschau schicken, zeige den Stellenwert der Einrichtung und spreche für die Qualität der Ausbildung auf der Haag. Neben dem hohen Engagement der Mitarbeiter, müsse auch das Umfeld stimmen. „Da steht Monschau sehr gut da und ist ein Aushängeschild für NRW“, sagte Kuschaty. Er habe einen „ganz besonders positiven Eindruck gewonnen“.

Stefan Kämmerling sagte, er sei beeindruckt von den Mitarbeitern, die er in Monschau kennengelernt habe. Es sei selten dass Mitarbeiter bei ähnlichen Terminen so positiv von ihrer Arbeit berichten würden. Ziel eines jeden Abgeordneten sei es auch, Regierungsmitgliedern Dinge aus seinem Wahlkreis zu zeigen. In diesem Fall habe die Justiz in Monschau eine „tolle Visitenkarte abgegeben“.

Bürgermeisterin Margareta Ritter lobte die Unterstützung des ländlichen Raumes durch die Landesregierung. Auch kleine Einrichtungen seien in der Lage, einen großen Beitrag zu leisten.

Der Präsident des Oberlandesgerichts in Köln, Peter Kamp, sagte, dass Amtsgericht in Monschau gehöre zu den ganz kleinen Einrichtungen. Er habe aber einen „fantastischen Eindruck“ der Leistungsfähigkeit erhalten. „Hier stimmt die Sozialstruktur und den Menschen wird schnell geholfen, das ist ein immenser Vorteil, der für die Qualität spricht“, sagte Kamp.

Der Leiter des Ausbildungszentrums, Dr. Benjamin Limbach, stellte die Bedeutung des Besuch für die Ausbildungsstätte heraus und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Monschau.

Der Direktor des Monschauer Amtsgerichts, Peter Lüttgen, sprach von einer „besonderen und sehr wichtigen Verbindung“ zum Ausbildungszentrum der Justiz.

In diesem Jahr werden dort 84 Gerichtsvollzieher und 94 Wachtmeister ausgebildet. Hinzu kommen 65 Personen, die für den mittleren Justizdienst qualifiziert werden und Teilnehmer an Sonderlehrgängen. Für die nächsten Jahre werde noch „mit erheblichen Steigerungen gerechnet“, sagte der Geschäftsleiter der Ausbildungsstätte, Norbert Coenen.

Die Auszubildenden müssten teilweise außerhalb der Einrichtung untergebracht werden, das Personal komme aus der Region, die Lebensmittel würden hier gekauft und bei Bedarf Handwerker aus der Region beauftragt, so habe das Zentrum auch eine Bedeutung für die Wirtschaftskraft der Stadt, erklärte Coenen. Das bestätigte auch die Bürgermeisterin.

Dies schlage sich in den Zahlen der Touristik nieder. Die Auszubildenden seien Gäste, „die Angebote gerne annehmen und Leben in die Stadt bringen“. Sie erinnern sich gerne und kommen zurück“, sagte Ritter.

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