Rohren - Minimales Plus erweckt neue Hoffnung für Rohrens Konsum

Minimales Plus erweckt neue Hoffnung für Rohrens Konsum

Von: M.S.
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Silberstreif am Horizont: die Rohrener Konsumgenossenschaft präsentierete eine erfreuliche Zwischenbilanz. Foto: Manfred Schmitz

Rohren. Bedrohlich sinkende Umsätze und Erträge bei Steigerung der allgemeinen Betriebskosten kennzeichneten lange das Geschäftsergebnis der Rohrener Konsumgenossenschaft. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes brachte dem Markt in Monschaus Bergdorf zusätzlich existenzielle Probleme. Doch es gibt zarte, doch deutlich spürbare Anzeichen, diesen Negativtrend zu stoppen und die bislang geschriebenen roten Zahlen mittelfristig in schwarze zu verwandeln.

Dieses hoffnungsfrohe Fazit zogen Vorstandssprecher Heinz-Josef Hermanns seine Kollegen Peter-Josef Strauch und Bruno Gerhards im Rahmen der Generalversammlung. Sie erstatteten, in Partnerschaft mit den Aufsichtsratsmitgliedern Monika Krings, Klaus Riehl und Mathilde Schmitz, rund zwanzig erschienenen Mitgliedern und Gästen Rechenschaft über ihre Tätigkeit im verflossenen Berichtsjahr.

Die Anteilseigner erfuhren, dass der Umsatz des Dorfladens im Berichtszeitraum einen Rückgang gegenüber 2013 verbuchen musste. Die Personalkosten blieben dagegen in beiden Abrechnungsperioden konstant. Schon beim Verlesen des Sitzungsprotokolls aus 2014 machte Hermanns deutlich, „dass der für Genossenschaften wie uns obligate Prüfverband für seine Revisionsarbeit 2500 Euro verlangt, das gefährdet unsere Existenz!“

Verein statt Genossenschaft

Der Sprecher erklärte, er und sein für das operative Geschäft verantwortliche Kollegium erwögen, „unseren Genossenschafts-Status in den eines gemeinnützigen Vereins umzuwandeln“. Dann entfiele die schmerzhafte Prüfungsgebühr. Er habe sich in dieser Angelegenheit bereits an den Petitionsausschuss des Bundestages gewandt und von dort ermutigende Signale erhalten. Es werde untersucht, ob die teure und bürokratisch ermittelte Gebühr überhaupt für den Rohrener Laden erhoben werden müsse.

Außerdem wies er darauf hin, Rohrens Konsum sei „die letzte Einkaufsmöglichkeit in unserem Dorf.“ Das Ladenlokal mit seinem attraktiven Sortiment und kompetenten Verkäuferinnen besitze auch eine überaus positive soziale Funktion und stetig zunehmende Bedeutung für den Eifeltourismus.

Aufsichtsrätin Monika Krings brachte das „Gebot der Stunde“ auf den Punkt: „Die Zukunft unseres Konsums liegt allein in den Umsatzzahlen. Weitere Einbußen und Einbrüche in der Gewinn- und Verlustrechnung wären tödlich!“ Sie betonte, Vorstand und Aufsichtsrat arbeiteten ehrenamtlich für die bürgernahe Einkaufsmöglichkeit, „und viele Handwerker unterstützen uns ebenso freiwillig. Ich hoffe, diese treuen Helfer bleiben uns noch lange erhalten!“

Die Anzeichen für weiteres Engagement aller am Betriebsergebnis Beteiligten stünden nicht schlecht, wie Hermanns optimistisch darlegte: „Unser Brandbrief an die Rohrener Bevölkerung zeigt offensichtlich Wirkung, die Mitbürger wissen, was die Stunde geschlagen hat und was wäre, wenn der tägliche Bedarf zum Leben nur durch weite und teure Anfahrten zu fernen Discountern gedeckt werden könnte.“

Hermanns belegte „eine erfreulich hoffnungsvoll stimmende Entwicklung mit minimalem Plus“ im laufenden Rechnungsjahr mit Zahlen und Fakten. Eine Verkäuferin, schloss Hermanns, arbeite im Schnitt 53 Stunden monatlich. Spürbar reduzierte Laden-Öffnungszeiten hätten ebenfalls zum leichten Aufschwung beigetragen.

Zum Abschluss der Versammlung sprachen die Genossen dem Vorstandsmitglied Heinz-Josef Hermanns und Aufsichtsrätin Mathilde Schmitz in turnusgemäßer Wahl das Vertrauen zur weiteren Führung aus.

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