Mietwohnungen in Simmerath: IG nimmt Stellung

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Investor und Projektentwickler sind schon fleißig bei der Vermarktung der Mietwohnungen an der Matthias-Zimmermann-Straße, die aber bislang noch gar nicht dingfest sind. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. „Attraktive Mietwohnungen“ sollen nach dem Wunsch eines Investors über neuen Einzelhandelsgeschäften an der Matthias-Zimmermann-Straße in Simmerath entstehen. Dafür muss der Bebauungsplan für diesen Bereich von einem reinen Gewerbe- in ein Mischgebiet geändert werden.

Gegen diese Änderung haben die benachbarten Gewerbebetriebe aber Bedenken angemeldet, doch Bauherr und Projektentwickler sind nicht bereit, in Gespräche mit den Bedenkenträgern und der Gemeinde einzusteigen, wie jüngst im Planungsausschuss berichtet wurde. Diese Haltung hat eine „Interessengemeinschaft zur Förderung der Weiterentwicklung von Simmerath“ nun bekräftigt.

Stefan Schepers, Sprecher der Gemeinschaft aus Immobilien- und Objektgesellschaften sowie Dienstleistern und Gewerbetreibenden, schreibt dazu unter anderem: „Die Verwaltung hat im Vorfeld der Planungen die möglichen Auswirkungen der Planung auf benachbarte Betriebe untersuchen lassen. Dabei hat der Gutachter alle Betriebe der Nachbarschaft und deren Immissionen aufgenommen und untersucht. ... Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass im Bereich des Bauvorhabens und des Umfeldes sowohl die Tages- als auch die nächtlichen Immissionsrichtwerte eines Mischgebietes eingehalten und zum Teil deutlich unterschritten werden. Damit bleiben auch weiterhin künftige Erweiterungen der angrenzenden bestehenden gewerblichen Nutzungen möglich. Das Gutachten hat also objektiv festgestellt, dass die Betriebe im Umfeld weder in ihrem Bestand, noch in ihrer Entwicklung, betroffen sind.“

„Diskussion völlig unverständlich“

Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich beim Investor weder ein betroffener Betrieb gemeldet, noch wurden solche Betriebe von der Verwaltung oder der Politik dem Investor benannt. Was soll also der Investor mit wem besprechen? Welcher finanzielle Beitrag wird von ihm verlangt? Die Diskussion im Planungsausschuss ist aufgrund der klaren Sachlage völlig unverständlich, insbesondere die Äußerung des Herrn Sawallich, „Zeichen setzen zu wollen“. Das, und nicht die nachvollziehbare Antwort des Investors auf die Beschlussfassung des Planungsausschusses, ist ganz schlechter Stil.

Würde man jedes Bauvorhaben in Simmerath davon abhängig machen, dass alle Nachbarn zustimmen, würde gar nichts gebaut. Hier ist die Politik aufgerufen, sich nicht an – offensichtlich nicht vorliegenden und wenn doch völlig unbegründeten, wenn auch verständlichen – Ängsten Dritter aufzuhalten, sondern nach Recht und Gesetz und aufgrund objektiver Aussagen der von der Gemeinde selbst beauftragten Gutachten eine Entscheidung zu fällen.“

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