Mehr Platz für die Sanitäter

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
Eingelebt haben sich die Sanit
Eingelebt haben sich die Sanitäter längst, erst gestern gab es aber offiziell die Schlüssel für die neue Rettungswache und den neuen Rettungswagen in Höfen.

Höfen. Andreas Paßmann und Tarek Badreddin haben sich längst eingelebt in den neuen Räumen des Rettungsdienstes in Höfen. Aus der Anlage in der Küche halt Musik, auf dem Wohnzimmertisch stehen zwei Laptops, die Küche ist blitzeblank geputzt und in den Schlafzimmern stehen die gepackten Koffer.

In der kleinen, hellen Wohnung warten die Rettungssanitäter im 24-Stunden-Dienst auf ihre Einsätze. „Hier ist es schöner und geräumiger als im Haus Seebend”, sagt Andreas Paßmann. „Und hier gibt es getrennte Duschen für Frauen und Männer.” Vor allem aber gibt es eine Garage für den neuen, besser ausgestatteten Rettungswagen und mehr Platz für einen Desinfektionsraum.

Ende des Provisoriums

Schon im Dezember ist das DRK-Rettungsteam von Wachleiter Roland Weickelt aus dem Haus Seebend in die alte Schule neben der Kirche umgezogen, am Dienstag war die offizielle Schlüsselübergabe.

Im Haus Seebend lebten die Sanitäter seit 2004 eher in einer provisorischen Unterkunft, vor allem fehlte eine Garage für den Rettungswagen. 320.000 Euro hat der Um- und Neubau gekostet. Finanziert wurde er von der Monschauer Stadtentwicklungsgesellschaft, die die Räumlichkeiten nun für 29 Jahre und monatlich 2114 Euro an die Städteregion vermietet hat.

Fünf Ingenieurbüros und 13 Handwerksbetriebe aus der Region sind am Bau beteiligt gewesen. Möglich sei diese schnelle Umsetzung, so Ritter, nur über die Monschauer Stadtentwicklungsgesellschaft gewesen - eine Ausweichgesellschaft, die Projekte außerhalb des städtischen Haushalts schnell realisieren kann.

Zunächst war sogar ein Neubau geplant, aber der ehemalige, mittlerweiler verstorbene Ortsvorsteher Heinz Kerkmann habe sich stets für die Nutzung der sanierungsbedürftigen alten Schule eingesetzt.

Vorausgegangen war auch eine Debatte um die Kooperation mit dem Rettungsdienst Schmitz. „Wir waren gespalten”, sagt Ritter rückblickend. Gespalten zwischen der Loyalität zu dem örtlichen Unternehmen und einer Ausschreibung für die stäteregionsweite Versorgung.

Zur Feierstunde war aber auch Familie Schmitz dabei. „Die kriegerischen Zeiten sind vorbei”, sagt Gottfried Schmitz, Chef des gleichnmigen und ebenfalls in Höfen angesiedelten Rettungsdienstes. Die Kooperation bei Einsätzen laufe prima und das Rettungsunternehmen habe nach wie vor mehr als genug zu tun.

Auch Vertreter von Artemed, dem Träger des Krankenhauses, waren zur Übergabe der Rettungsstation gekommen. Heinz-Josef Hilsenbeck lobte die Zusammenarbeit. „Ich sehe es sehr positiv, dass sich das Krankenhaus auf die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen spezialisiert.

Gerade dabei kommt es häufig auf Sekunden an.” Und gerade wegen dieser Sekunden sei es auch wichtig, dass die Sanitäter auf ein schnelles und zuverlässiges Fahrzeug setzen könnten, um die Patienten im Fahrzeug bestmöglich zu versorgen.

126.000 Euro hat der neue Wagen gekostet. „Die werden allerdings über die Gebühreneinnahmen des Rettungsdienstes refinanziert”, betonte Dezernent Gregor Jansen. Der alte musste ausrangiertwerden, weil die Nutzungsdauer von sieben Jahren abgelaufen war. „Mögen die Menschen und die medizinisch-technische Ausrüstung immer Leben und Lebensqualität sichern”, sagte Hilsenbeck und gab den Sanitätern gute Wünsche mit auf den Weg.

Der Duft des Neuen im Wagen und der von Farbe und Holz in den Räumen waren bei der Übergabe der Rettungswache schon längst verflogen. Dafür riecht es jetzt intensiv nach Weihrauch, denn daran hatte Notfallseelsorger Rolf Berard bei der Segnung nicht gespart. Und fast hätten auch die Rauchmelder angeschlagen, hätten die aufmerksamen Sanitäter nicht schnell ein Fenster geöffnet.
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