Simmerath - Mehr Platz für Autos auf der „kleinen Hauptstraße”

Mehr Platz für Autos auf der „kleinen Hauptstraße”

Von: ag
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Hier wird es bald anders ausse
Hier wird es bald anders aussehen: Die „kleine Hauptstraße” soll breiter werden. Foto: A. Gabbert

Simmerath. Als „rausgeschmissenes Geld” bezeichnete SPD-Sprecher Siegfried Peeters die geplante Umgestaltung der so genannten „kleinen Hauptstraße” im Ortskern von Simmerath. Am Ende stimmte der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath dem Umbau aber bei sieben Gegenstimmen mehrheitlich zu.

Die kleine Hauptstraße soll nun ab „Moden Haas” bis zur Geschäftsstelle der Sparkasse umgebaut und verbreitert werden, um sie den heutigen Verkehrsverhältnissen anzupassen (mehr und größere Autos). Dazu soll der Beet- und Grünstreifen an der linken Seite verkleinert werden.

Damit die Fahrbahn im Einmündungsbereich von 5,50 auf 6,50 Meter verbreitert werden kann, muss ein Baum gefällt werden, der durch einen neuen Baum an anderer Stelle ersetzt werden soll. Durch die Verbreiterung soll vermieden werden, dass Lieferfahrzeuge vorbeifahrende Autos behindern.

Die Kastanie gegenüber dem Elektrogeschäft wird gefällt und nicht ersetzt. Hier wird die Gefahr gesehen, dass die elektronischen Anlagen der angrenzenden Schaltschränke durch den Wurzelwuchs beschädigt werden. Außerdem würden parkende Fahrzeuge im Herbst durch herab fallende Kastanien beschädigt. Durch das Fällen würde der Parkstreifen um vier Meter nach rechts aufgeweitet und ein weiterer Stellplatz entstehen.

Im Bereich der Einengung der Fahrbahn gegenüber der Sparkasse wird der Bordstein überfahrbar gestaltet und eine Warnbake versetzt, um das Abbiegen von dem Stichweg und in den Stichweg der Gebäude hinter der Sparkasse sowie dem Elektrogeschäft zu erleichtern.

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden auf rund 100.000 Euro geschätzt. Der Anliegerbeitrag wird voraussichtlich zwischen 7 und 8 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche liegen.

Gisela Kampshoff-Enderle (Die Grünen) sorgte sich „natürlich” um die zu fällenden Bäume. Außerdem kritisierte sie die Ausweitung am Ende der Fahrbahn. Hier sah sie eine Gefahr für Fußgänger.

Siegfried Peeters (SPD) meinte, die Belieferung der Geschäfte sei auch organisatorisch zu regeln, dafür brauche es keinen Umbau der Straße. Daher erkenne die SPD auch keinen Sinn in der Maßnahme.

Erika Frank (UWG) erkannte zwar einen Sinn, verwies aber auf eine „Vielzahl von Baumaßnahmen” und wollte das Projekt lieber verschieben. Jens Wunderlich (CDU) hält das Projekt für eine wichtige Maßnahme zur Stärkung des Ortskerns. „Das hatte doch jeder im Wahlprogramm stehen”, sagte er.

Er bedauerte, dass ein privater Anlieger durch die Anliegerbeiträge „überproportional” belastet werde, bei den anderen Anliegern handele es sich aber ausschließlich um Geschäftsleute, die davon profitieren würden.

„Wir sind alle der Meinung, dass die Umbaumaßnahme eine sinnvolle Sache und nötig ist, weil es auf der Straße immer wieder zu Behinderungen kommt”, sagte der Vorsitzende des Gewerbevereins Simmerath, Michael Haas, auf Anfrage. Der Ortskern sei ein wichtiger Bereich und da gehöre nun mal auch die kleine Hauptstraße zu.

Kostenlose Parkplätze, von denen die Läden gut erreichbar sind, seien für die Geschäftsleute das A und O. Deshalb würde die Maßnahme trotz der notwendigen Anliegerbeiträge von den Geschäftsleuten begrüßt.

Das Projekt soll im kommenden Sommer umgesetzt werden. Die Bauzeit wird auf sechs bis sieben Wochen geschätzt.
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