Nordeifel - Mehr Ordnung in den Narzissen

Mehr Ordnung in den Narzissen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
narzissen_bu1
In Trauben zogen am Wochenende wieder Menschenmengen entlang der Narzissen. Ausreichend Parkplätze gab es nicht.

Nordeifel. Aus Köln, Heinsberg, Aachen, Düren und Leverkusen waren sie am Wochenende in Scharen gekommen, um die gelbe Blütenpracht im Perlenbachtal zu bestaunen.

Überfüllte Parkplätze, mehr oder weniger orientierungslose Wanderer, Papiertaschentücher im Gebüsch und verärgerte Höfener sind an solch sonnigen Wochenenden Nebenwirkungen der schönen Narzissenblüte. Immer wieder fordern Anwohner oder Kommunalpolitik mehr Ordnung im Narzissentourismus und eine bessere Wegeführung.

Es ist ein altes Lied. „Aber von Jahr zu Jahr kommen mehr Touristen. Ich kann es ja verstehen. Ich würde mir das auch ansehen wollen”, sagt Christoph Dosquet vom Eifelverein. Richtig glücklich sind er - und mit ihm viele Höfener - aber nicht.

Problem Nummer Eins sind die Parkplätze. Davon gibt es an Stoßtagen zu wenige. An der Mühle, am Brüchelchen und am Gut Heistert war am Wochenende alles dicht. „Vor allem der Samstag war extrem”, sagt Dosquet. Wer keinen Parkplatz findet, parke im Ort. Hinzu komme, dass einige Beschreibungen in den Medien nicht auf dem aktuellen Stand seien.

So wurden im vergangenen Jahr, die Besucher zum Parkplatz am Zaunkönig gelockt. Der verstopfte Ort ärgert die Bevölkerung. Denn das bedeutet auch, dass die Wanderer ihre dreckigen Schuhe und Fußmatten in den Einfahrten der Anwohner ausklopfen „Die Stadt könnte doch noch eine Wiese pachten”, schlägt Christoph Dosquet vor. „Von dort aus könnten wir dann verschiedene Routen ausarbeiten.”

Womit wir bei Problem Nummer zwei wären: Die Beschilderung. Die fehlt an manchen Stellen, ist an anderen nicht gut sichtbar oder unterscheidet zwischen Schwalmbach und Perlenbach, die aber dasselbe Gewässer bezeichnen. Zudem laufen viele Wanderer mit veraltetem Kartenmaterial durch die Natur - und finden den Weg nicht. Eine Saisonale Beschilderung mit großen Hinweisen und wenn möglich auch Zeitangaben für Touristen gibt es nicht.

Papier im Gebüsch

Dosquet empfiehlt, dass gerade bei nicht-ortskundigen Besuchern stärker Werbung für die geführten Wanderungen gemacht werden sollte. „Das würde auch dem Naturpark gut tun.”

Viele Touristen, die von weither in die Eifel kommen, müssten dringend auf die Toilette. Das können sie um 9 Uhr aber nirgendwo. Also werden Hecken und Bäume im Wohngebiet aufgesucht oder das Gebüsch im Naturpark. Die Dixi-Toiletten am Parkplatz Brüchelchen gibt es nicht mehr.

„Wenn im Dorf das Bedürfnis herrscht, dass wir aktiv werden sollen, dann werden wir das in der nächsten Saison angehen”, sagt Bürgermeisterin Margareta Ritter. „Eine weitere Wiese zum Parken wäre kein Problem.”

Mit dem Nationalparktor habe man, was die Toiletten anbelange, aber für eine entsprechende Infrastruktur gesorgt. Während der Narzissenblüte sei das Tor früher und länger geöffnet. Dort gebe es Informationsmaterial und der Weg sei ausgeschildert. Allerdings steuern bei Weitem nicht alle das Nationalparktor an, von dem aus sie nämlich einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen müssten.

Spaziergänger aber wollen nah dran an die Narzissen, nah dran an Picknick-Wiesen. Auf öffentliche Verkehrsmittel können sie dafür nicht umsteigen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert