Mehr Licht in den dunklen Ecken und Gassen der Stadt

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Der Abteilungsleiter des Staatlichen Berufskollegs Rheinbach, Georg Linden, der Vorsitzende Dr. Hajo Peters und der Geschäftsführer Mario Desombre des Kunst- und Kulturvereins (v.l.) berichteten über das neue Projekt zur „Erleuchtung der Stadt”. Foto: V. Monterey

Monschau. Nur noch wenige Wochen, dann wird sich zeigen, ob sich „die Stadt in einem anderen Licht zeigen kann”, so Dr. Hajo Peters, Vorsitzender des Kunst- und Kulturvereins des Hauses Troistorff während der vierteljährlich stattfindenden Mitgliederversammlung.

Die „Erleuchtung der Rur”, eine Lichtinstallation auf der Brücke neben dem Aukloster, war das zentrale Thema des Abends, an dem rund zwölf Mitglieder des Vereins, dessen grundlegendes Ziel es ist, „die Zusammenarbeit und Begegnung innerhalb der Euregio Maas-Rhein zu fördern”, teilnahmen.

Hochzeitsmesse im April

Zu den jährlichen Projekten gehören im kommenden Frühjahr, am 9. und 10. April, die Hochzeitsmesse, eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Monschau-Touristik, die gerne als wiederkehrendes Ereignis im Haus Troistorff etabliert werden soll. Weiterhin, neben den laufenden Veranstaltungen, Tagungen und Aktionen und natürlich den vielen Trauungen, die jedes Jahr in dem über 200 Jahre alten, geschichtsträchtigen Haus in der Laufenstraße stattfinden, ist die Wiederbelebung einer alten Idee, die den „schönsten Tag im Leben” noch schöner machen soll, das Ziel.

Der bronzene Hochzeitsbaum mit den schillernden, gläsernen Blättern, ebenfalls Arbeiten der Studenten des Berufskollegs, besser bekannt als „Glasfachschule”, ist nur die erste von vier Ideen, die bislang realisiert wurden. Nun soll noch eine bronzene Bank folgen, auf der sich die Brautpaare niederlassen und sich fotografieren lassen können. Später sollen dann noch zwei Statuen hinzukommen, eine Braut und ein Bräutigam, gefertigt von eben demselben Künstler, Claus Lindner aus Prenzlau. Eine weitere Idee wäre, in das Pflaster Bronzeplatten setzen zu lassen, mit dem Namen der Sponsoren, und auch hier Lichteffekte zu setzten. Und natürlich wird auch dieses Jahr wieder der „Adventskalender” die feudale Fassade des Stadthauses erstrahlen lassen.

Nach einer Stärkung machten sich dann die kreativen Denker in der Dunkelheit auf, um die Realisation des neuen Projektes an der Rur zu begutachten. Eine von vier Lampen ist nun testweise installiert. Wie Brückenpfeiler anmutend, werden die Kästen auf der Mauer befestigt und bestrahlen sowohl den Gehweg als auch das Wasser darunter in einem strahlenden, mystischen Blau. „Wir haben die Farbe Blau gewählt, weil sie das ausdrückt, was unsere Seele empfindet”, begründete Peters. Wer neugierig ist, kann durch ein Loch in die Kisten schauen. Hinter Spiegelglas verbirgt sich jeweils ein Text zur Stadtgeschichte und dahinter schimmert, wie einst in Kindertagen im Kaleidoskop, das funkelnde Blau, verstärkt durch LED-Licht.

Die 22-jährige Studentin Lena Binnebössel hat diese Installation entworfen, war Gewinnerin der Ausschreibung, an der 14 Studenten teilgenommen hatten und drei mit einem Geldpreis ausgezeichnet worden waren. Die Firma Maaßen wird diese Installation nun fristgerecht umsetzen, auf dass man ab dem ersten Adventssonntag dann sagen kann, so Peters: „Lass´ uns mal nach Monschau fahren, die haben das Licht angemacht.”
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