Mehr als nur eine Kopie: Ikonen der Fotografie als Inspiration

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Im Original eine Ikone der Fotografie von Diane Arbus, in der Version von Sandro Miller mit dem berühmten Schauspieler John Malkovich ist das Bild dem Original zwar verblüffend ähnlich, aber dennoch ganz anders. Die Ausstellung Malkovich, Malkovich, Malkovich – Hommage to photographic masters“ wird jetzt im KuK Monschau präsentiert. Foto: Sandro Miller

Monschau. Große Fotokunst ist wieder in Monschau zu bestaunen: Am kommenden Sonntag, 30. April, wird Städteregionsrat Helmut Etschenberg im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion Aachen um 12 Uhr die neueste Fotoausstellung eröffnen.

 Unter dem Titel „Malkovich, Malkovich, Malkovich – Hommage to photographic masters“ ist es gelungen, die herausragende Ausstellung mit Bildern von Sandro Miller zum ersten und einzigen Mal nach Deutschland zu holen. Sie ist anschließend noch bis zum 2. Juli zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Sandro Miller war 16 Jahre alt, als er inspiriert von Irving Penns Arbeiten beschloss, Fotograf zu werden. Drei Jahrzehnte später zählt der Autodidakt, der seinen Vornamen zur Marke gemacht hat, mit Kunden wie den Hochglanzmagazinen Forbes und GQ sowie den Konzernen Coca-Cola und BMW weltweit zur Spitze der Werbefotografen. Die von Sandro Miller seit den 1980er Jahren erstellten Bilder sind technisch perfekt, hochgradig detailliert und gleichzeitig typisch für die populären amerikanischen Produkte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.

Außerwöhnliches Projekt

Zusammen mit dem legendären Schauspieler John Malkovich gelang es Miller jedoch, ein außergewöhnliches Fotoprojekt zu verwirklichen. Die Freundschaft der beiden Künstler begann vor etwa 18 Jahren anlässlich einer Fotoserie für das Steppenwolf Theatre in Chicago.

Im Vergleich mit Millers Werbefotografie, die stark vom Marktdruck geprägt ist, wirkt das Kunst-Projekt sehr viel origineller. Miller hat John Malkovich zu dem Gesicht der Geschichte der Fotografie gemacht. Oder anders ausgedrückt zu den Ikonen, die für Miller eine Inspiration waren. So sehen wir John Malkovich als Alfred Hitchcock, Che Guevara, Marilyn Monroe, Meryl Streep, Albert Einstein, Salvador Dalí oder Muhammad Ali – verblüffend ähnlich den zum Vorbild genommenen ikonischen Fotografien und doch anders als die Originale.

Dem Charakterdarsteller ist es gelungen, tief in alle diese Persönlichkeiten – männlich wie weiblich, alt wie jung – einzutauchen und sie zweifelsohne erkennbar zu machen, dabei jedoch selbst präsent zu bleiben.

Ab dem 30. April zeigt das KuK eine unterhaltsame und ebenso respekteinflößende Hommage mit Impressionen, die „Malkovich, Malkovich, Malkovich“ als Meisterwerke großer Fotografen würdigen. Die Ausstellung ist zum ersten und bisher einzigen Mal in Deutschland zu sehen.

Im Rahmen der Vernissage am 30. April zeigt das KuK einen Kurzfilm, der sich anhand von sechs Beispielen mit der Geschichte hinter dem jeweiligen Original-Foto befasst und gleichzeitig der Frage nachgeht, wie sich das Duo Miller/Malkovich künstlerisch einer weltbekannten Ikone der Fotografie angenähert hat. Ebenfalls zu sehen sein wird die filmische Dokumentation des Projektes mit Interviews von John Malkovich und Sandro Miller. In Kooperation mit dem Zeitungsverlag Aachen erscheint pünktlich zur Eröffnung ein Katalog, der im KuK erhältlich ist.

Das KuK (Austraße 9, 52156 Monschau) ist dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Montags bleibt das KuK geschlossen. Der Eintritt ist frei.

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