Roetgen - Mehr als 150 Spiele stehen zur Auswahl

Mehr als 150 Spiele stehen zur Auswahl

Von: kf
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Gemeinsames Spielen: Familie Meffert aus Roetgen mit Mutter Veronika, Vater Clemens mit den Kindern Paul (6) und Anna (4), im Hintergrund Schulleiterin Susanne Bortot, Spieleerklärer Willi Weber, Andrea Heinen von der KoKoBe und Ralf Pauli von der Städteregion. Das Spiel heißt „der verzauberte Turm“. Foto: Katharina Isabel Franke

Roetgen. „Stadt – Land – Spielt!“ hieß es am Sonntag im Roetgener Bürgersaal. Nach einer einjährigen Pause ermöglichte das „Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung“ der Städteregion Aachen wieder zahlreichen Kindern und deren Familien einen tollen Spielenachmittag bei frühherbstlichem Wetter.

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe) in der Nordeifel, die Gemeinschaftsgrundschule sowie die Gemeinde Roetgen unterstützen diesen Tag. Spielenachmittage gehören zum Projekt der Spielförderung, die für die Erhaltung von analogen Spielen sowie Denk-, Karten-, Brett- und Würfelspielen kämpft. 98 weitere Standorte, auch in Österreich, veranstalteten an diesem Wochenende ebenfalls „Stadt – Land – Spielt!“.

Entstanden war die Idee zu diesem Nachmittag in Roetgen bei einem Stammtisch der KoKoBe. Diese veranstaltete bereits Spieleabende für Menschen mit Behinderungen und Handicaps in der Region. Andrea Heinen von der KoKoBe Nordeifel begrüßte den Aktionstag: „Hier haben alle dieselben Chancen, einen schönen Nachmittag zu erleben.“ Auch Ralf Pauli, Jugendpfleger beim Jugendamt der Städteregion Aachen, wünschte sich, dass der Begriff der „Inklusion“ nicht mehr so häufig verwendet wird, da dadurch Exklusivität zwischen Menschen mit und ohne Handicap entstehe.

Da die Spieleabende innerhalb der KoKoBe Nordeifel auf große Zustimmung stießen, beschloss Pauli, das Projekt „Stadt – Land – Spielt!“ dafür zu gewinnen. Aus abendlichen lokalen Spielangeboten für Menschen mit Handicaps wurde ein Spielenachmittag für alle Interessierten in der Region.

Ralf Pauli hofft, dass durch solche Spielenachmittage auch das gemeinsame Spielen in den Familien wieder auflebt. So sei es doch – als Beispiel – nur gut für das Selbstbewusstsein eines Sohnes, wenn er den Vater in einer spannenden Partie am Wohnzimmertisch besiegt. „Bei dem usseligen Wetter bekommt man hier vielleicht auch die Idee für ein Weihnachtsgeschenk fürs Kind“, so Pauli.

Die Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen, Susanne Bortot, freute sich, dass Kinder und Eltern so zahlreich gekommen waren: „Ich spiele selber gerne mit meiner Familie und meinen Freunden. Das Wir-Gefühl wird dadurch enorm gestärkt und die Kommunikation in der Familie nimmt zu.“ Dankbar war Bortot für die rege Unterstützung der Eltern. Diese rundeten durch selbst gebackene Muffins und Kuchen den Tag kulinarisch ab.

Mehr als 150 Spiele standen Klein und Groß zur Verfügung, die direkt von der Essener Spielemesse den Weg nach Roetgen gefunden hatten. Darunter auch preisgekrönte Angebote wie „Codesnames“, bei dem man Begriffe erraten muss oder auch „Stone Age Junior“, wo Kinder steinzeitliche Hütten selbst errichten müssen.

Familie Meffert aus Roetgen ist sehr spielbegeistert. Sohn Paul kann von diesem Hobby gar nicht genug bekommen: „Ich habe keinen Favoriten, aber ich spiele so gerne.“ Bei „Stadt – Land – Spielt“ probierte Familie Meffert das neue Brettspiel „Der verzauberte Turm“ aus. Um das meist zeitraubende Regellesen zu vermeiden, waren sechs Spiele-Erklärer dabei. Einer von ihnen ist Willi Weber, der bis vor kurzem noch für eine große Telekommunikationsfirma arbeitete: „Ich bin jetzt seit einiger Zeit im Ruhestand. Jetzt spiele ich nur noch. Wenn ich sehe, dass Kinder Spaß am Spielen finden, ist das für mich ein Erlebnis.“

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