Mausi Lügner entgeht nichts in Kesternich

Von: ale
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Wie immer war die Darbietung der Lehmschwalbenboys ein höchst amüsantes Highlight der Prinzenproklamation in Kesternich. Foto: Anneliese Lauscher

Kesternich. Zum zweiten Mal steht das Festzelt für den Kesternicher Karneval auf der windigen Höhe zwischen Kesternich und Witzerath. Man kann es nicht verfehlen, selbst bei Google Maps ist „Zufahrt Festzelt“ eingetragen. Im Gegensatz zur vorigen Session hat man aber bisher keine Probleme mit Eis und Schnee. Außerdem sorgt eine gute Heizung dafür, dass die Feierlaune auf hoher Temperatur bleibt.

So stand einer stimmungsvollen Prinzenproklamation, eingerahmt von einer zünftigen Sitzung, am Samstagabend nichts im Wege.Eine herrliche farbenfrohe Dekoration schaffte Atmosphäre im voll besetzten Zelt, als Trommler und Pfeifer die Garden und den Elferrat beim Einmarsch begleiteten. Erfreut begrüßte Präsident Rolf Schneider die vielen Jecken, die meisten waren in origineller Kostümierung erschienen. „Wir haben noch nicht vergessen, wo wir hergekommen sind, und unsere Dankbarkeit gilt nach wie vor den Leuten, die uns den alten Zeltplatz zur Verfügung gestellt haben, und auch der umliegenden Nachbarschaft, die unsere Veranstaltungen tapfer ertragen hat“, sagte Rolf Schneider.

Die Tanzgarde, die sich seit 2011 „Fireworks“ nennt, scheint diesen Namen zu Recht zu tragen: Feurig und voller Power tanzten die Damen sich in die Herzen der närrischen Gäste. Dann hörte man Mausi Lügner gut zu, denn der Dorfreporter weiß immer bestens Bescheid und erzählt genüsslich, was in Kesternich alles schief gelaufen ist. Wenn sich einer „wat jelappt“ hat, dann ist Mausi Lügner mit seinem Notizblock zur Stelle und sorgt dafür, dass es im Karneval jeder gewahr wird. Über seinen witzigen Vortrag amüsierten sich die Gäste köstlich.

Wortgewaltig trat auch Oli der Köbes auf, er freute sich, im „Bernsteinzimmer der Fröhlichkeit“ zu sein. Dann prasselten Pointen auf die Zuhörer ein, dass sie bald atemlos vor Lachen waren. Wie er sich das Hochzeitsvideo rückwärts vorstellt, das war einer seiner Knüller. Er bedankte sich, „vor intelligentem Publikum“ auftreten zu dürfen, und die begeisterten Gäste erhoben sich, um ihm zu applaudieren.

Dann gab’s was fürs (Frauen-)Auge: Die Lehmschwalbenboys hatten ein Nummerngirl (Andreas Jansen) mitgebracht, das war unheimlich sexy. Für die einfallsreiche Choreographie gab‘s donnernden Applaus. Die Damen können sich freuen, diese Truppe bei der Damensitzung am Samstag wiederzusehen.

Neu auf der Kesternicher Bühne ist Tanzmariechen Daphne I. (Isaac). Zu Ehren des neuen Prinzenpaares, Sascha I. und Katrin II., und zur Freude der Zuschauer zeigte sie einen anspruchsvollen Tanz, sie wirbelte mit Schwung und jugendlichem Charme über die Bühne.

„Die Jecken“ brachten Stimmungslieder: Udo Leuchtenberg, Guido Lennartz, Holger Quack, André Siebertz und Manfred Niessen rissen mit kölsche Tön das närrische Volk hin, da wurde mitgesungen, und manch einer fand sogar ein wenig Raum zum Tanzen. Der „Aktivenmix“, bestehend aus Mitgliedern der Funkengarde, des Elferrates und der Fahnenträger, hatte es faustdick hinter den Ohren. Zunächst tanzten vor einer schwarzen Leinwand vier etwas unproportionierte Tänzer, dann traten „vier Pianisten“ auf. Ihr Spiel war wirklich etwas seltsam: Hinter dem Klavier stehend, ließen sie zunächst die Hosen herunter und hoben dann die Hände über den Kopf; man fragte sich, womit sie wohl das Klavier bearbeiten – sie riefen schallendes Gelächter hervor.

Im Boxring zeigte die Tanzgarde einen originellen Boxertanz, bevor die Band „Vennomenal“ mit Stimmungsliedern das Zelt zum Kochen brachte.

Nun freuen sich die Damen auf ihre ganz spezielle Karnevalsfete: Am kommenden Samstag geht es um 16.11 Uhr los mit einem Programm voller Knaller. Dann dürfen ab 20 Uhr auch die Herren dazukommen, wenn die Liveband Ilex bei der After-Show-Party Musik bis zum Abwinken macht.

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