Matthias Kaulartz ist neuer Hahnenkönig in Rohren

Von: M. S.
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„Hoch soll´n sie leben!“ Ihre fairen Mitbewerber erweisen dem Rohrener Hahnen-Königspaar Reverenz. Danach trat Matthias Kaulartz´ Tagesbefehl in Kraft: „Feiern!“ Foto: Manfred Schmitz

Rohren. „72, 73…“ Matthias Kaulartz erfüllte liebend gern und mit Schmackes den Wunsch ihn rhythmisch anspornender Sprechchöre. Er versetzte mit wuchtigem Schwertstreich Nummer 74 dem Kunstgockel auf der Rohrener Dorfwiese Montagnachmittag den finalen Treffer, köpfte ihn und machte sich mit erbeutetem Kamm zum Hahnenkönig der St.-Cornelius-Sommerkirmes 2015.

Kaulartz ist 23, Schreiner von Beruf. Seine Mitregentin über Monschaus Bergdorf-Untertanen wird Freundin Katharina Huppertz für ein Jahr sein.

Dem neuen Herrscher Matthias wurde der Sieg nicht leicht gemacht. Mit seinen Kameraden Stefan Volpatti, Siegfried Carl, Albert Dederichs, Ralf Pauken und Maik Gabbert standen ihm engagierte und auf den Titel eines Monarchen im Federkleid wie er erpichte Widersacher gegenüber.

Ein Bewerber war sogar mit dem Wohnmobil (aus Hammer) angereist, „zwecks absoluter Konzentration“.. Einige Konkurrenten hatten gute Vorarbeit für den späteren Glückspilz Matthias geleistet, machten Schlag auf Schlag den Hals des in einem bald arg verbeulten Eimer baumelnden Delinquenten lang und länger.

Doch der entscheidende Hieb mit scharfer Klinge gelang schließlich Neumajestät Matthias. Bei unerwartet freundlich-trockenem Herbstwetter wurde auf der Festwiese neben dem Vereinssaal Heermanns tüchtig gefeiert, ehe das Gebieter-Paar mit stattlichem Gefolge zu seiner Residenz geleitet wurde.

Der Wettbewerb fand in Timo Mathar einen trickreichen Sekundanten. Er hatte auch das stattlich-zähe Federvieh gebaut Die Trophäenanwärter scheiterten unter Mathars Regie nicht selten an einem Seilkunststück, das die Matadore mit verbundenen Augen und blanker Waffe Luftlöcher schlagen ließ.

Jan Förster moderierte das teilweise wilde Federgestöber sachkundig. Aus dem Publikum erklangen temperamentvolle Anfeuerungsrufe, aber auch humorvoller Spott: „Wenn du so auf den Vogel schlägst, wie du arbeitest, wirst du niemals König…“ Vorjahresgewinner Matthias Hermanns gebührte der Eröffnungsschlag. Den führte er freilich so aus, als wollte er das Double schaffen.

Die Cornelius-Kirmes wird traditionsgemäß vom Rohrener Ortskartell ausgerichtet. Lediglich der Höhepunkt Hahnenköppen ist Veranstaltungssache des Sportvereins „Bergwacht“.

Deren Vorsitzender Georg Dreuw stellt im Resümee des fröhlich-turbulenten Miteinanders zufrieden fest: „Unsere Rohrener Kirmes ist durch alle Zeitläufe hinweg ein absolutes Highlight! Mit ihren Veranstaltungen belebt sie zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikation unseres Heimatortes“ Dreuw würdigt „die starke Beteiligung unserer Höfener Nachbarn an unseren geselligen Projekten. Höfener Vereine – voran die Musik, die Schützen und die Feuerwehr – zeigten wohltuend Präsenz und brachten zu den einzelnen Programmpunkten jeweils hundert Biebes-Gäste aus dem Golddorf in unseren Festsaal“.

Ob Aufstellen des Kirmesbaumes, Gottesdienst mit Inthronisation des Schützenkönigs Achim Mathar, ob Königs-, Kirmesball mit der Stimmungsband „Melano“ – alle angekündigten Höhepunkte wurden laut Initiatoren zu Erfolgen.

Mit einem prächtigen Umzug durch den Höhenort ging Dienstag das viertägige Kirmesspektakel harmonisch zu Ende.

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