Maria-Hilf-Stift: Vom „Hospitälchen“ zum modernen Heim

Von: mon
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Fröhliche Festgesellschaft unterhalb der Burg: Mit einem Gottesdienst und Austausch bei Kaffee, Kuchen und Musik wurde das 160-jährige Bestehen des Maria-Hilf-Stifts in Monschau gefeiert. Foto: V. Monterey

Monschau. „Ich fühle mich, als käme ich nach Hause“, verriet Schwester Daisy Marie, die ehemalige Oberin und Geschäftsführerin des Maria-Hilf-Stifts in Monschau während der 160-Jahr-Feier. Sie empfand die Festivitäten – ein Gottesdienst unter großen Zelten im Vorgarten und das Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken im Stift – als „wunderbare, herzbewegende Veranstaltung“.

Längst ist sie zu ihrer „Holy Family“ in Kerala/Südindien zurückgekehrt, hat die stellvertretende Leitung eines Krankenhauses übernommen und ist Ratsschwester der Provinzialoberin.

Die Festivität begann im Beisein vieler Vertreter von Stadt, Rat und Kuratorium, darunter Bürgermeisterin Margareta Ritter und Städteregionsrat Helmut Etschenberg, den Schwestern der „Holy Family“, allen voran die Ehrengäste Generaloberin Mutter Udaya und Schwester Daisy Maria, Generaloberin Mutter Marianne und den Schwestern des Franziskanerordens, dem emeritierten Bischof der Diozöse Aachen, Heinrich Mussinghoff und den beiden Pfarrern Christoph Weber und Friedrich Haak, den Mitarbeitern und Bewohnern des Stifts, Ehrenamtlern, Freunden und Unterstützern mit einem Willkommensgruß von Schwester Oberin Anjana und dem Geschäftsführer Frank Schade.

Es wurde auf die Geschichte des Hauses zurückgeblickt, das im Jahre 1857 als Hospitalstiftung durch Oberpfarrer Tillmann Joseph Heimbach gegründet wurde, als Senioreneinrichtung, Waisenhaus und Müttergenesungswerk und bis in die 1960er Jahre als Krankenhaus diente. Die Pflege und Betreuung übernahmen damals die Schwestern vom Orden der Franziskanerinnen der heiligen Familie aus Eupen.

Die Ehrengäste der Franziskanerinnen, Schwester Marianne in Begleitung von Schwester Rita, erinnerten sich an das „Hospitälchen“, so liebevoll von den Monschauern benannt, und an jene Zeit, als Pastor Seeger den Orden „Holy Family“ gewinnen konnte und die ersten Schwestern nach Monschau geschickt wurden, die kaum ein Wort Deutsch konnten und sich dennoch so schnell und gut eingefunden hatten.

Nach einem Dank des Vorsitzenden des Kuratoriums, Heinrich Jansen, übernahm die Generaloberin Udaya der „Congregation of the Holy Family“ das Wort und erinnerte an die Gründerin, die selige Mariam Thresia, die stets darauf bestand, „Jesus in allen Menschen zu sehen“, und dankte für das Privileg, eben dieses hier mit Schwester Oberin Anjana und allen Schwestern und Mitarbeitern verwirklichen zu können. „Die große Liebe, die wir zurückbekommen ist der Dank“, freute sich Schwester Oberin Anjana.

An diesem Tag wurde nicht nur das 160-jährige Bestehen gefeiert, sondern auch das zehnjährige Jubiläum des Hauses „Anna“, „architektonisch gut gelungen“, so Margarete Ritter. Es sei eine „gute Entscheidung des Kuratoriums gewesen, in die Zukunft zu investieren“.

„160 Jahre ist eine große Leistung für ein kleines Städtchen. Die Schwestern sind immer bei der ‚Holy Family‘ geblieben und schaffen den Menschen hier mit viel Freude einen guten Lebensabend“, so der emeritierte Bischof Mussinghoff im Pontifikalamt, das vom Kirchenchor Konzen mitgestaltet wurde.

Helmut Etschenberg erzählte, dass er selber schon zweimal in Kerala gewesen sei und das Wirken der Schwestern vor Ort habe miterleben können: die Arbeit mit Obdachlosen, Kindern, Waisen, Alten und Kranken. Statt persönlicher Geschenke hatte er zu seinem 70. Geburtstag um Spenden für die „Holy Family“ gebeten. 13.000 Euro gingen nun an den Förderverein.

Schließlich wurde noch im Stift mit der musikalischen Untermalung des Mandolinenorchesters aus Konzen weitergefeiert, wo das Küchenteam die Gäste bestens bewirtete.

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