Monschau - Manuel Andrack gibt Überlebenstipps für das Mittelgebirge

Manuel Andrack gibt Überlebenstipps für das Mittelgebirge

Von: Helga Giesen
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Bei einem „Belohnungsbier“ hatte Manuel Andrack nach seiner kleinen Wandershow noch Zeit für Gespräche mit seinen Fans und zum Signieren seiner Bücher. Foto: Helga Giesen

Monschau. Mit „Andracks kleiner Wandershow“ machte Deutschlands „Vorzeigewanderer“, wie Manuel Andrack gerne genannt wird, jetzt in Monschau Station. Den Fernsehzuschauern wurde er bekannt als langjähriger Redakteur und Sidekick von Harald Schmidt, speziell die Eifeler haben ihn spätestens seit der Veröffentlichung seines ersten Wanderbuchs ins Herz geschlossen, als er die Eifel zum schönsten Mittelgebirge Deutschlands erklärte.

So hatten sie sich zahlreich auf den Weg zur verschneiten Haag gemacht, um sich in der Aula des Gymnasiums zwei Stunden lang mit einer Multivisionsshow rund um das Wandern bestens unterhalten zu lassen.

Um die vielen Facetten des Wanderns auszuleuchten, hatte Manuel Andrack in seinen Fotoalben und Tagebüchern ebenso gestöbert wie in alten Film- und Fernsehaufnahmen. Mit vielen witzigen Fundstücken in Wort und Bild hat Andrack einen vergnüglichen Bogen geschlagen von den ersten Wandererfahrungen mit seinen Eltern, vom damals Siebenjährigen in Buntstiftzeichnungen festgehalten, bis hin zum Kletter-Abenteuer am Watzmann, das so gar nicht nach seinem Geschmack war, wie er bekannte. Den gebürtigen Kölner, der seit einigen Jahren im Saarland zu Hause ist, treibt es nicht unbedingt in extreme Höhen.

Er ist seit jeher ein Freund der Mittelgebirge, die sich sowohl allein eher sportlich als auch gesellig mit Familie und Freunden erwandern lassen. Beides hat er liebevoll-ironisch aufs Korn genommen und dabei nicht den einen oder anderen kleinen Seitenhieb auf das Wandern im Verein ausgelassen – „Nicht quatschen – wandern!“ – und auch einige skurrile Auswüchse wie das Nacktwandern nicht vergessen.

So mancher Wanderfreund im Saal erkannte wohl einige Situationen, in die man auf seinen Touren geraten kann, wieder und amüsierte sich köstlich über die kleinen und großen Katastrophen, die Manuel Andrack aufgespießt hatte.

„Dienstags zu“, informierte da zum Beispiel lapidar ein Schild am lang herbeigesehnten Lokal, in dem der „unterhopfte“ Wanderer mit einem „Belohnungsbier“ – nach Andracks Meinung das (fast) Wichtigste an einer Tour – diesen Zustand wieder beheben wollte.

Nicht so ganz unernst gemeint waren die Tipps, wie man Kindern das Wandertrauma ersparen kann, das viele als Erwachsene immer noch mit sich herumschleppen; wie versprochen, „sich Blasen lachen“ (oder wahlweise auch den Kopf schütteln) konnte man dagegen über einige Tipps eines „Survival-Gurus“ fürs Mittelgebirge, die der Profi-Wanderer Andrack ebenfalls zum Besten gab. Der Besucher seiner Show weiß jedenfalls jetzt, warum Schuhkarton und Seil in keinem Rucksack fehlen sollten: Man kann daraus einen Ersatzschuh basteln.

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