Lammersdorf - Manta-Manier zu Beginn der Herrschaft von Prinz Sebastian I.

Manta-Manier zu Beginn der Herrschaft von Prinz Sebastian I.

Von: ho
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Stilechte Rennatmosphäre im Lammersdorfer Festzelt: Das Gefolge des neuen Narrenherrschers Sebastian I. verwandelte die Bühne mit einer PS-starken Nummer in eine aufgeheizte Manta-Arena. Foto: Karl-Heinz Hoffmann
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Prinzenentsorgung nach Lammersdorfer Art: Für Altprinz Thomas Mießen hieß es „Ab in die Tonne“.

Lammersdorf. Der Prinz kam, sah und siegte: Bei der Proklamation ihres neuen Narrenherrschers Sebastian I. (Heeren) hatten die Karnevalsfreunde Lammersdorf (KFL) ihm zu Ehren das Festzelt in eine Rennarena verwandelt, wobei die Laimischter Jecken im teils äußerst frischen Festzelt eine unterhaltsame Sitzung erlebten.

Neben der Inthronisierung des neuen Narrenherrschers gehörte die Darbietung des Prinzengefolges, die soundgewaltige Musikgruppe „Die Weisweiler“ und die Showtanzgruppe „Dancefire“ zu den Höhepunkten der Sitzung.

Nachdem die Karnevalsfreunde mit Mann und Maus einmarschiert waren, bereitete es Präsident Thomas Matheis sichtliches Vergnügen, den noch amtierenden Prinzen, Thomas Mießen, zu entmachten und nach Laimischter Art per Mülltonne zu entsorgen. Die Jugendgarde des Vereins brachte dann den ersten Schwung in die Sitzung, wobei die jungen Mädchen erneut unter Beweis stellten, dass sie bald ohne Schwierigkeiten in die Fußstapfen der Ehrengarde treten können.

Großes Karnevalskino dann wie üblich bei der Proklamation: Präsident Matheis stattete den jungen Prinzen nach und nach mit allen Insignien der Macht aus, wozu natürlich auch der Orden der Firma Junker gehörte – wenn auch bedauerlicherweise keine Vertreter der Firma anwesend waren. Danach geschah, wie üblich rhetorisch brillant und mit feinen Spitzen versehen, die Vorstellung des Prinzengefolges durch Präsident Matheis.

Holger Müller aus Idar-Oberstein – bekannt als Ausbilder Schmidt – stieg danach mit seinem bekannt rauen Bundeswehrton in die Bütt. Dabei erfuhr das Publikum auch, dass Handgranaten und Ehefrauen durchaus eine Gemeinsamkeit haben: „Wenn du den Ring abziehst, ist das Haus weg“, diagnostizierte der gestählte Ausbilder. Nachdem die Ehrengarde des Vereins ein tänzerisches Glanzstück abgeliefert hatte, betraten Schlabber und Latz aus Alsdorf die Bühne.

Das Duo punktete im klassischen rheinischen Zwiegespräch mit Mutter- und Sprachwitz sowie seinen zänkischen Zankereien. Mit ihrer 30-jährigen Bühnenerfahrung nutzten sie dabei gekonnt alle fünf Sinne und vier Fälle, was vor allem für den Genetiv zutraf.

Tanz stand hiernach wieder auf dem Programm: Prinzenmariechen Lisa Becker zeigte ihr Können, bevor aus dem belgischen Eynatten Roland Paquot das Publikum in bester Manier unterhielt. Der Tulpenheini, der sich als Belgier auch gerne selbst auf die Schippe nahm, hatte ansonsten aber eher die Nachbarn aus Holland auf seiner Abschussliste und bearbeitete damit das Zwerchfall der Narren im Festzelt.

Hübsche Nummer

Zu Ehren des aus ihrer Garde stammenden Prinzen hatte sich auch die Prinzengarde eine hübsche Nummer einfallen lassen, die im Zelt Anklang fand. Den sicherte sich danach auf jeden Fall Funkenmariechen Anne Maaßen. Zu modernen Klängen lege sie einen Tanz hin, der verdientermaßen viel Beifall erhielt.

Überaus unterhaltsam war danach die Darbietung des Prinzengefolges, für die es stehenden Beifall gab – da hatte sich die Rockercrew wirklich etwas Pfiffiges einfallen lassen. Bedauerlicherweise konnte Mariechen Nadine Neubacher wegen Erkrankung nicht ihr Können zeigen. Das demonstrierten dann jedoch in beeindruckender Art und Weise die Vollblutmusiker „Die Weisweiler“, die mit bekannten Liedern und ihrem gewaltigen Sound das Publikum von den Stühlen rissen.

Wie immer ein Highlight auf den Sitzungen der Karnevalsfreunde war die Showtanzgruppe „Dancefire“. Sie ließen im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen und kamen ohne Zugabe nicht von der Bühne.

Nach Sitzungsende feierten die Laimischter Jecken im Zelt noch lange ab und ließen ihren neuen Prinzen noch mehrfach hoch leben.

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