Konzen - Manfred Eis: Finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinde im Blick

Manfred Eis: Finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinde im Blick

Von: P. St.
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Manfred Eis
Auch im Internet zeigt die SPD Roetgen Präsenz: Im Mittelpunkt steht dabei Spitzenkandidat Manfred Eis (vorne), der amtierende Bürgermeister. Unterstützt wird er vom Parteivorsitzenden Frank Knur, dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Onasch und Wahlkampfmanager Thomas Bäumer (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

Konzen. Aller guten Dinge sind drei: Das gilt auch für den Roetgener Bürgermeister Manfred Eis, der nach der Kommunalwahl am 30. August 2009 seine dritte Wahlzeit als Bürgermeister der kleinsten Gemeinde im Kreis Aachen antreten möchte.

Die Roetgener SPD hat den erfahrenen Verwaltungsfachmann (43 Dienstjahre) erneut zu ihrem Spitzenkandidaten gewählt. Die Sozialdemokraten setzen in hohem Maße auf die Kompetenz und Popularität ihres Spitzenmannes, der sich zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase auf einer neu gestalteten Internetseite mit dem sinnreichem Wortspiel (www.BürgerM.EISter.info) präsentiert und auf diesem Weg in einen regen Austausch mit den Bürgern der 8000-Seelen-Gemeinde treten.

Blogs und ein Bürgerforum sollen die Bürger zum Dialog einladen - ein Dialog, der mit dem Tag der Kommunalwahl keineswegs enden soll. Das Medium Internet ist auch aus dem Kommunalwahlkampf nicht mehr wegzudenken.

Wahlkampfmanager Thomas Bäumer legt sich bereits fest, und sieht Manfred Eis mit 60 Prozent Stimmenanteil ganz sicher für weitere fünf Jahre im Amt des Bürgermeistermeisters, den die Bürger ja mit einer eigenen Stimme wählen können. Nicht so eindeutig dürften dagegen die Stimmenanteile im neuen Gemeinderat ausfallen. Da mit der UWG diesmal eine neue, ernstzunehmende Kraft antritt, erwarten die Roetgener Sozialdemokraten ein spannendes und reizvolles Rennen.

Die Themenschwerpunkte Finanzen und Generationen stehen für die SPD als Leitgedanken über dem Wahlprogramm, denn auch auch in der attraktiven Wohngemeinde Roetgen wird die Bevölkerung abnehmen. Ob es nun um die Ausweisung von Wohn- oder Gewerbegebieten oder Strukturmaßnahmen anderer Art geht: Die Bevölkerungsentwicklung sollte stets im Auge behalten werden, um unnötige Ausgaben für die Gemeinde zu vermeiden.

In diesem Punkt rennt man bei Manfred Eis offene Türen ein, der sich seit jeher dem bewährten Kämmerer-Prinzip verpflichtet fühlt, „dass die Kommune nur soviel Geld ausgeben kann wie auch zur Verfügung steht.” Die Weiterentwicklung der Gemeinde Roetgen müsse daher stets unter dem Aspekt des finanziell Machbaren betrachtet werden.

Ein ausgeglichener Haushalt ist für Manfred Eis von hoher Bedeutung, bedeute er doch auch ein Stück finanzielle Unabhängigkeit für die Gemeinde. „So besitzen wir freie Hand bei den freiwilligen Leistungen und unterliegen nicht der Kontrolle der Kommunalaufsicht”, sagt der Roetgener Bürgermeister unter anderem mit Blick auf die Unterstützung von rund 60 Vereinen im Gemeindegebiet, die laut Eis in hohem Maße dem Staat bei der Erfüllung sozialer Aufgaben unter die Arme greifen.

„Ich verstehe mich als Treuhänder der Menschen, die mich beauftragt haben”, überschreibt Manfred Eis sein Wahlprogramm, und die Finanzsicherheit der Gemeinde ist auch für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Onasch „ein qualitatives Unterscheidungsmerkmal gegenüber den anderen Parteien im Rat.

„Was braucht die Gemeinde wirklich und was bringt ihr mittelfristig Ertrag?” lautet für Onasch die Frage aller Fragen bei weitreichenden Planungen. Diese Frage müsse auch der Maßstab bei der nun beginnenden Erweiterung der Grundschule sein. Die CDU-Mehrheitsfraktionen sowie deren Mitstreiter Grüne und FDP seien aber in diesem Punkt bereits „zu sehr festgelegt.”

Dies gelte auch für das Einzelhandelskonzept der Gemeinde. Die gewünschte Aldi-Ansiedlung sei ins Stocken geraten, weil alle vier interessanten Standorte zuvor bereits „in den Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt” worden seien.

Für den Parteivorsitzenden Frank Knur ist die anstehende Wahlentscheidung im Wesentlichen davon abhängig, „wie präsent der Kommunalpolitiker im Ort bzw. in seinem Wahlbezirk ist.” Daher werde man es in Roetgen auch mit der Plakatierung nicht übertreiben, getreu der alten Fußball-Weisheit von Trainer-Legende Adi Preißler: Entscheidend ist aufm Platz.
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