Manfred Eis bleibt Bürgermeister in Roetgen

Von: ess
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Roetgen. Für Bürgermeister Manfred Eis (SPD) war es der wohl größte Triumph in seiner nicht gerade kurzen Karriere, für seinen CDU-Kontrahenten Michael Seidel eine bittere Pille und für dessen Partei, die CDU, eine schallende Ohrfeige.

Auch die Grünen mussten Federn lassen. Sieger der Gemeinderatswahl war die UWG, die aus dem Stand auf 20,54 Prozent der Stimmen kam.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen hatte der Roetgener Buschfunk auch für 2009 wieder getrommelt - und lag wieder schwer daneben. Amtsinhaber Manfred Eis, der bereits vor fünf Jahren mit 56 Prozent der Stimmen gesiegt hatte, konnte dieses durchaus respektable Ergebnis am Sonntagabend mit gut 63 Prozent noch einmal toppen.

„Ich freue mich riesig”, jubelte der strahlende Sieger anschließend: „Ich hatte zwar vor der Wahl kein schlechtes Gefühl, aber das ich nochmal sieben Prozent draufpacken würde, das hätte ich nie gedacht. Ich werte dieses Ergebnis als eine Bestätigung meiner Arbeit.”

Konkurrent Michel Seidel und CDU-Parteichef Stephan Speitkamp hatten bereits vor dem Endergebnis artig gratuliert, als nur noch wenige Wahlbezirk fehlten und feststand, dass Manfred Eis mit rund 30 Prozent Vorsprung nicht mehr vom Chefsessel im Rathaus zu verdrängen war.

Danach verließen die Christdemokraten den Ratssaal zügig und enttäuscht, um, wie Ratsherr Ronald Borning erklärte, „einige Krokodilstränen zu vergießen”.

Borning hingegen harrte tapfer aus und stellte trocken fest: „Roetgen ist immer wieder für eine Überraschung gut. Das heute war eine richtige Klatsche für die CDU. Ich bin sehr erstaunt, wie die Roetgener gewählt haben und bin gleichzeitig gespannt, welche Politik die UWG künftig machen wird.”

Das stand für den UWG-Vorsitzenden Hans-Joachim Mathe bereits am Wahlabend fest. „Es wird keine Politik mehr gegen die Bürger geben!” Ansonsten war Mathe „beinahe fassungslos” über das „sensationelle Ergebnis und die beiden Direktmandate”.

„Völlig von den Socken” war auch SPD-Fraktionschef Klaus Onasch. Die klaren Verluste von CDU und Grünen, das stabile Ergebnis der SPD und die 20 Prozent für die UWG seien ein „Spiegelbild der Politik, die in den vergangenen fünf Jahren in Roetgen gemacht worden ist”. Und das Ergebnis zeige deutlich, wohin die erdrutschartigen Verluste der Jamaika-Koalition gegangen seien: „Dass es dick kommen würde, hätte ich nicht gedacht.”

SPD-Ratsherr Stamos Papas zollte der UWG seinen Respekt dafür, dass sie gut 20 Prozent der abgegebenen Stimmen aus dem Stand geholt habe. Papas: „Aber unabhängig von Parteien und Prozenten: Die großen Gewinner dieser Kommunalwahl sind die Roetgener Bürger!”
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