Manege frei: Im „Zappzarap“ machen die Kinder die Show

Von: ale
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Hier wachsen die Kinder über sich hinaus: Im Mitmachzirkus „Zappzarap“ lernen sie beim Seilhüpfen, Balancieren oder am Trapez, wo ihre Grenzen sind. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Der Mitmachzirkus „Zappzarap“ hat zum zweiten Mal sein Zelt in Schmidt aufgeschlagen. Auf einer großen Wiese vor der Schönen Aussicht studieren in dieser Woche 130 Kinder ihre „große Nummer“ ein.

Diese Kinderferienmaßnahme wurde vom Familienzentrum Rappelkiste gemeinsam mit der Stadt Nideggen initiiert. Der Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Schieffer, und die Leiterin des Familienzentrums, Steffi Schneider, sind täglich hier anzutreffen, ebenso drei Zirkuspädagogen von „Zappzarap“.

Außerdem gelang es den Veranstaltern, noch zusätzliche 28 engagierte Helfer/Innen zu finden, denen dieses Zirkusprojekt am Herzen liegt. Sie nahmen an einer Fortbildung teil, wobei es um die richtige Hilfestellung und auch um Ermutigung und Motivation der Kinder ging. „Einige von ihnen haben selbst noch vor zwei Jahren als Zirkuskinder mitgemacht, und nun helfen die jungen Leute uns tatkräftig, das finde ich sehr schön“, sagt Matthias Schieffer.

Auf der Wiese üben die Kinder in Gruppen, man sieht sie beim Seilhüpfen, Balancieren, Turnen und Jonglieren. Sie trainieren mit Reifen und Stäben, und man kann ahnen, dass am Samstag ein tolles Programm geboten wird. Die Clowns verraten nicht viel über ihre ulkigen Darbietungen, auch die Fakire tun geheimnisvoll, und drinnen üben die Trapezkünstler mit voller Konzentration.

Wenn es Zeit für die Mittagspause wird, rennen die Kinder zum Verpflegungszelt, und man kann nur staunen, was sie alles verputzen.

Im Nu waren die 130 Plätze für den Mitmachzirkus vergeben, berichten die Organisatoren. Aus Schmidt und den umliegenden Orten, aus Heimbach und Nideggen sind die Anmeldungen gekommen. Viele auch aus Steckenborn, wo der Zirkus im Juni gastierte und die Kinder begeisterte. Von den Kindern wird ein Kostenbeitrag von 40 Euro erhoben, hierin sind die Mittagsverpflegung und Getränke enthalten.

Eingeleitet in die Woche hat dann die „Show“ der Betreuer. Diese hatten aus verschiedenen Sparten Kunststücke einstudiert und zeigten sie am Montag den Kindern. Daraus suchten sich die Kinder etwas aus, wozu sie Lust hatten, und stellten fest, dass sie nicht perfekt darin sein müssen.

Dann ging das Training los und zusehends wurden die Kinder sicherer. Jeden Tag gibt es die „Manegen-Kostprobe“, da versammeln sich alle im Zelt, um einigen Gruppen zuzuschauen. Dabei kann man sich einen Eindruck davon machen, was die anderen einstudieren, denn man ist ansonsten ganz mit sich selbst und der eigenen Aufgabe beschäftigt.

Außerdem kann man sich an Beifall und ein „Manegen-Gefühl“ gewöhnen. Gleichzeitig wird die Begeisterung gesteigert und damit auch der Ehrgeiz. „Auch für die Trainer ist dieses Zirkusprojekt ein einmaliges Erlebnis“, berichtet eine Erzieherin, „am Anfang hat man Zweifel, ob es richtig klappen kann, und dann sieht man mit Staunen, was die Kinder alles können.“ So wird es auch den Eltern und Gästen ergehen, wenn es am Samstag um 11 und um 14 Uhr heißt „Hereinspaziert!“ Es gibt noch Karten für 6 Euro.

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