Roetgen - Mandolinenorchester Roetgen entfaltet vollen Klangzauber

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Mandolinenorchester Roetgen entfaltet vollen Klangzauber

Von: kf
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Auch beim 61. Auftritt gut aufgelegt: Das Mandolinenorchester 1954 bei seinem Konzert in der evangelischen Pfarrkirche. Foto: Katharina Isabel Franke

Roetgen. Vorweihnachtszeit bedeutet in der evangelischen Kirche in Roetgen auch immer Mandolinen-Orchesterzeit. Am vergangenen Sonntag fand bereits zum 61. Mal das alljährliche Konzert des „Mandolinenorchesters 1954 Roetgen“ statt.

14 Musikerinnen waren dieses Jahr erschienen, um unter der Leitung von Angelika Hoven ein vielseitiges Programm darzubieten. Eigentlich besteht das Damenorchester aus 17 Musikerinnen. Dieses Jahr fehlten aber aufgrund von Knochenbrüchen drei Damen, die aber im nächsten Jahr wieder mit an Bord sein werden.

Die aus Roetgen stammenden Mandolinenmusikerinnen teilten in diesem Jahr ihre Darbietungen in zwei Teile. Im ersten Teil, der aus drei Liedern bestand, stand die klassische Musik im Vordergrund. Der zweite Teil war beschwingter angelegt mit Stücken von Sartori und auch Peter Schindlers Bearbeitung von „House of the rising sun“.

Bewusst spielt man bei den Jahreskonzerten keine Weihnachtslieder. Die Damen des Mandolinenorchesters bezeichnen ihr Konzert selbst als „spätsommerlich und nicht weihnachtlich.“ Unter den Musikerinnen, die zwischen 50 und 80 Jahren alt sind, befinden sich Damen, die bereits mehrere Jahrzehnte in diesem Orchester sind. Eine von ihnen ist auch Irmgard Krott., die seit 55 Jahren bei den dabei ist: „Die Musik macht mir Spaß, da kommt man einfach aus dem Alltag raus.“ In all den Jahren verpasste Krott nur zwei Jahreskonzerte: „Einmal bekam ich ein Baby, einmal war ich erkrankt.“

Seit 20 Jahren in der Kirche

Neben der beeindruckenden klassischen Musik sang dazu im zweiten Teil der Veranstaltung der Frauenchor „Cantastic“ aus Lammersdorf. Unter der Leitung von Michael Rieck präsentieren diese Popsongs von Elton John, Avril Lavgine und auch der „Münchener Freiheit“. Jedes Jahr laden die Mandolinenmusikerinnen einen andern Gast zu ihrem Jahreskonzert ein. Da es im letzten Jahr eine instrumentale Darbietung gab, beschloss man in diesem Jahr auf Gesang zu setzten.

Angelika Hoven, die Kirchenmusik studierte, ist seit 1999 Leiterin des Mandolinenorchesters. Auch wenn die Ausfälle der drei Musikerinnen als „Pleiten, Pech und Pannen“ eingestuft werden müssen, ließen sich die verbliebenden 14 Auftretenden nicht einschüchtern. „Es geht heute nicht um mich, sondern wie schön meine Damen wieder spielen werden“, so Hoven.

Angelika Hoven die seit 1979 in Roetgen lebt, spielte bereits Orgel in der katholischen und evangelischen Kirche. Nachdem vor rund 20 Jahren der Saal im Roetgener „Hövel“ geschlossen wurde, wählte man die evangelische Kirche als Austragungsort des Jahreskonzertes des „Mandolinenorchesters 1954 Roetgen“.

„Kirche ist auch Öffentlichkeit schaffen und Menschen zusammenbringen. Musik ist dafür eine gute Sache“, sagt Pfarrer Wolfgang Köhne. Auch von der Akustik und der Architektur würde sich die evangelische Kirche anbieten.

Bei seiner kurzen Einführung wies Köhne auch auf ein aufkommendes Problem hin. Da die Balken des Dachgeschosses saniert werden müssen, ist nicht auszuschließen, dass das Mandolinenkonzert im nächsten Winter nicht in der evangelischen Kirche stattfinden kann. Die Sperrung der kompletten Kirche wird auch die Gottesdienste am Jahresende 2016 betreffen.

Das Publikum, das zahlreich erschienen war, lauschte gerne der Musik und bedankte sich mit viel Applaus bei den anwesenden Musikerinnen und Sängerinnen.

Die Spenden des diesjährigen Konzertes gehen an die Wohltätigkeitseinrichtung „miteinander lernen“. Diese fördern Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien in der Städteregion. Aufgrund der anhaltenden Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten bietet „miteinander lernen“ auch Deutschkurse für Flüchtlinge an.

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