Huppenbroich - Mandolinenorchester präsentiert „Konzertprogramm für alle Sinne“

Mandolinenorchester präsentiert „Konzertprogramm für alle Sinne“

Von: M. S.
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Zupfmusik in schönster Variation präsentierten (von rechts) Dirigent Ingo Pleines, die Solistinnen Marion Löhrer und Lea Pleines, Musikerin Doris Weber und Vorsitzende Gertrud Faymonville. Foto: Manfred Schmitz

Huppenbroich. Ein „Konzertprogramm für alle Sinne“ genossen Samstagabend rund 100 Zuhörer im Huppenbroicher Saal des Gasthauses „Zur alten Post“. Unter künstlerischer Leitung seines Dirigenten Ingo Pleines präsentierte das Mandolinen-Orchester des Ortes sein aktuelles Repertoire.

Die Vorsitzende Gertrud Faymonville sagte zur Einstimmung, die Inhalte der folgenden Darbietungen trügen unverkennbar die kreative Handschrift des Arrangeurs Pleines. Tenor seiner virtuos kredenzten Vortragsfolge: „Kontraste“. Und so forderte die Vorsitzende das Publikum auf, sich mit Seele, Augen und Ohren auf die vorbildlich einstudierten und breit gefächerten Interpretationen der rund 20 agierenden Spielleute und Solisten einzulassen. Stabführer Pleines riet den Gästen, sich auf ein Programm der Vielfalt, die „rechte Mischung aus Klassik und Moderne“, einzustimmen.

Eine willkommene Bereicherung stellte das Engagement zweier junger Solistinnen dar. Die erst 14-jährige Lea Pleines spielte bereits als Vorschulkind Harfe. Und wie Kostproben ihres Könnens verrieten, hat sie es auf diesem Zupfinstrument zu beachtlicher und vielversprechender Reife gebracht. Das Konzert in Huppenbroich war für sie die Generalprobe zur Aufnahmeprüfung an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.

Marion Löhrer hat das Studium dort bereits erfolgreich abgeschlossen. Sie stammt aus Gey und lebt mit ihrer Familie heute in Eicherscheid. Die 31-Jährige arbeitet als Pädagogin an der Grundschule Mützenich/Kalterherberg und spielt Querflöte. Sie fügten sich nahtlos in den großen Klangkörper ein.

Mit dem Werk „Tambourin“ des Barock-Komponisten Franz-Josef Gossec eröffnete das Ensemble sein zweistündiges Spektakel. Die Mitwirkenden entführten ihr Auditorium mit Weisen aus der Feder großer Meister vergangener Jahrhunderte („Concererto“, O´Carolan, 1670 bis 1738) wie zeitgenössischer Musiker mit großem Namen ins Reich der schönen Künste.

Ein Meilenstein auf dem Weg dorthin: Jens Herwarth, Jahrgang 1938. Mal piano, mal fortissimo ging es in die heitere Welt zeitlos populärer Zupfmusik. Einfühlsame Ständchen wechselten mit flotten Tanzstücken ab. Aus Suiten und romantischen Träumereien wurden die Anwesenden rhythmisch geweckt (Jacques Iberts „Entrácte“).

Der Dirigent hatte kontrasthalber Händels Konzert in B-Dur vortrefflich neu bearbeitet. Dann wieder besinnliche Akkorde eines zart verklingenden Glockenspiels, behutsame Intermezzi im Spiel mit melodisch kräftigen Kontrapunkten. Es folgten Beiträge der Romantik aus südlichen Ländern. Dem Mandolinenorchester war kein Ausflug in ferne musische Gestade zu weit.

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