Maler wollen nicht gerne Künstler sein

Von: ho
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Ohne Malerkittel, Farbe, Leinwand und Pinsel: Die Teilnehmer des Malerforums in Lammersdorf präsentierten ihre Werke voller Stolz einem großen Publikum. Foto: Karl-Heinz Hoffmann
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Vier von rund 200 Bildern, die im Monschauer Aukloster noch bis zum 1. November ausgestellt werden. Das Spektrum reicht von Landschaftsbildern, über abstrakte Malerei, Tierbildern und Stillleben bis hin zur Darstellung von Menschen. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Monschau/Lammersdorf. Mit diesem Andrang im Monschauer Aukloster hatte sicher auch nicht Jürgen Siebertz, Leiter des Lammersdorfer Malerforums, gerechnet. Bei der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung des Malerforums schien der Besucherandrang am Freitagabend nicht abzureißen.

Über 200 Gäste drängten sich in den beiden Sälen des Auklosters, um die annähernd 200 Werke der 37 Malerinnen und Maler aus der Region in Augenschein zu nehmen.

„Malzeit“ ein treffender Name

Mit „Malzeit“ ist diese umfangreiche Ausstellung sicher treffend betitelt, da ihr Spektrum von Landschaftsbildern, über abstrakter Malerei, Tierbildern und Stillleben bis hin zur Darstellung von Menschen reicht. Unter den Gästen war neben Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns natürlich auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die sich bei Jürgen Siebertz dafür bedankte, dass er für diese Ausstellung die Räumlichkeiten des Auklosters ausgesucht habe. Ritter: „Malzeit ist ohne Zweifel ein treffender Name für diese Ausstellung. Malzeit heißt aber sicher auch: Zeit zum Ausruhen und Denken“.

Jürgen Siebertz verwies darauf, dass „bei dieser umfangreichsten Kunstausstellung im Monschauer Land“ Werke der Teilnehmer seines Malerforums in den Techniken Öl und/oder Acryl auf Leinwand sowie Misch- und Aquarelltechniken zu sehen seien. „Ich habe diese Ausstellung unseres Malerforums, wo alle ihr schönstes Hobby gemeinsam ausüben, arrangiert, damit sich die Maler auch einmal in diesem Rahmen präsentieren können und eine Rückmeldung zu ihren Arbeiten erhalten“, so Siebertz.

Wie er weiter erklärte, würden einige ihre Werke zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentieren, während bei anderen „das Darstellen ihrer Kunst nach außen zu ihrem musisch-kreativen Alltag“ zählte. Zum Malerforum merkte Siebertz an, dass es sich dabei im Grunde genommen um einen großen Freundeskreis handele, bei dem einige einmal in der Woche malen und andere so infiziert seien, dass sie die Malerei in den Mittelpunkt ihrer Freizeit gestellt hätten und täglich malen würden.

Allein das Werk zählt

„Wir bezeichnen uns selbst nicht gerne als Künstler“, so Siebertz, „weil uns dieser Begriff nicht konkret genug ist. Maler sind zwar Angehörige der sogenannten ´bildenden Kunst, aber es gibt ja auch Musik-, Zauber-, Lebens- und Hungerkünstler“. Die Teilnehmer des Malerforums wollten vorrangig nur das sein, was sie sind: Maler. Der Begriff „Freizeit- oder Hobbymaler“ würde zwar als nicht so wertvoll wie das Wort „Künstler“ angesehen, doch zähle schließlich allein das Werk. An die Besucher gewandt merkte Siebertz zum Schluss an: „Ob es Kunst ist, was wir malen, sollen Sie, die Betrachter unserer Bilder, beurteilen. Für uns ist diese Ausstellung eine Art Werkschau, in der wir Zeugnisse unseres bildnerischen Schaffens vorstellen. Auch wenn wir den Verkauf der Bilder nicht unbedingt ablehnen, so ist es doch keine reine Verkaufsausstellung“. Am Abend wechselten nichtsdestotrotz einige Bilder bereits den Eigentümer.

Die Ausstellung „Malzeit“ ist noch bis zum 1. November von dienstags bis freitags (14 bis 17 Uhr), sowie samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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