Simmerath - Mainacht am Simmerather Bushof verläuft friedlich

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Mainacht am Simmerather Bushof verläuft friedlich

Von: Heiner Schepp
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Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überzeugte sich egen 23 Uhr vom Verlauf der Maifete auf dem Bushof und kam mit den jungen Leuten ins Gespräch. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Die öffentlichen Appelle scheinen geholfen zu haben, den jungen Leuten scheint etwas daran zu liegen, die Veranstaltung, besser gesagt: Das Treffen auf dem Simmerather Bushof in der Mainacht auch künftig fortführen zu können.

Diesen ersten Schluss konnten Gemeinde und Ordnungsbehörden am Sonntag nach einer Brauchtumsnacht ziehen, die deutlich ruhiger, friedlicher und gesitteter ablief als in den vergangenen Jahren.

„Natürlich war es am Markt sehr laut, streckenweise auch ohrenbetäubend laut. Und natürlich gab es auch wieder ein paar schwarze Schafe, die die positive Gesamtbilanz etwas trübten. Aber unser erster Gesamteindruck ist, dass die Maßnahmen, die wir als Gemeinde gemeinsam mit der Polizei und anderen Stellen getroffen haben, ihre Wirkung nicht verfehlt haben”, zog Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns am Sonntag ein erstes Fazit.

Mit den „Maßnahmen” spielte er insbesondere auf die Kontrolle jedes Gespanns an, das auf den Bushof auffuhr. Die Fahrer wurden mit Personen- und Fahrzeugdaten erfasst und darauf hingewiesen, dass um 24 Uhr die Musik abgestellt werden muss. „Ansonsten hätte es eine Strafanzeige wegen Ruhestörung gegeben”, so Hermanns.

Dazu aber kam es nicht. „Alle Fahrer waren sehr kooperativ und einsichtig und haben auf ihre Gruppen eingewirkt, tatsächlich um Mitternacht die Musik abzudrehen”, freute sich der Bürgermeister über die Mitarbeit der jungen Traktor- und Lkw-Fahrer. Ohne Musik wurde das Meeting auf dem Bushof dann aber auch für die meisten Gruppen so uninteressant, dass sie wenig später abrückten und fahrenderweise weiter feierten. „Das lässt sich natürlich dann nicht vermeiden, gehört aber doch irgendwie auch zu einer Brauchtumsnacht dazu”, zeigte Karl-Heinz Hermanns Verständnis für die Art und Weise, wie die heutige Generation das Brauchtum umsetzt.

Gegen 1 Uhr hielten sich noch knapp 100 Leute, so die Einschätzung von Ordnungsamtsleiter Bruno Wilden, am Bushof auf, der sich wohl schon alleine aufgrund der kürzeren Veranstaltungszeit beim Morgengrauen weit weniger als Schlachtfeld darbot als im Vorjahr. „Die Müllmenge, die der Bauhof in aller Herrgottsfrühe (schließlich rollten spätestens um 7 Uhr wieder die Busse auf den Bushof) dort eintütete, war deutlich geringer als 2010.

Mit dem Boden nach unten blieben diesmal auch die Dixi-Klos stehen, die, auch das zeigte die Entsorgung, „reichlich frequentiert” wurden, so Hermanns. Dass es immer noch einige Zeitgenossen gibt, die trotz Bauzäunen und reichlich Ordnungspersonal in Vorgärten oder am Johanniskapellchen urinieren, sei kaum zu verhindern, so der Bürgermeister. „Vielleicht werden wir da beim nächsten Mal ein besonderes Augenmerk drauf legen und mit knallharten Bußgeldern drohen, damit es auch der Letzte kapiert”, so Hermanns.

Ob es denn überhaupt ein „nächstes Mal” am Bushof in Simmerath geben wird, ließ der Bürgermeister offen. „Wie gesagt: Mein erster und persönlicher Eindruck ist positiv; wir werden das Ergebnis aber im politischen Raum und mit der Polizei erörtern und dann entscheiden, ob uned wie es weiter geht.” In diesem Zusammenhang bittet er die betroffenen Anwohner der Maifete, ihre Eindrücke der Gemeinde mitzuteilen, „denn deren Meinung ist uns wichtig”, so Karl-Heinz Hermanns.

Man müsse, so der Bürgermeister, einen Konsens finden zwischen den Interessen der jungen Leute und den berechtigten Belangen der Anwohner. „Wir möchten diese Fete, diesen Treff eigentlich nicht kaputt machen, weil es besser ist, wenn die Sache hier kontrolliert abläuft als an verschiedenen Plätzen. Aber wir sehen derzeit auch keinen alternativen Ort, wo die jungen Menschen in dieser Form feiern könnten”, hofft der Bürgermeister auf eine rege Nachbereitung der Mainacht 2011.
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