Mailauf: Christian Niessen gewinnt mit 15 Sekunden Vorsprung

Von: Alfred Mertens
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Den 10-km-Volkslauf des Simmerather Mailaufes gewann Christian Niessen (Mitte) in einer Zeit von 33:47,07 Minuten vor Markus Mey (links) und dem Vorjahressieger Markus Werker (rechts). Foto: Alfred Mertens

Simmerath. Bei der 11. Auflage des Simmerather Mailaufs musste sich Vorjahressieger Markus Werker (Peters Sportteam/TV Konzen) im 10-km-Volkslauf mit dem 3. Platz begnügen. Als schnellster Athlet lief Christian Niessen (Peters Sportteam/TuS Schmidt) in einer Zeit von 33:47,07 Minuten vor Markus Mey (Peters Sportteam - 34:02,85 Minuten) über die Ziellinie.

Markus Werker, der den Lauf nach 34:16,86 Minuten beendete, hatte schon vor dem Start zum Hauptlauf prognostiziert, dass er dieses Mal für den Sieg nicht in Frage kommen würde. „Ich fühle mich noch nicht richtig in Form. Ich bin trainingsbedingt sehr spät in die Saison gestartet. Diesen Rhythmus praktiziere ich allerdings jedes Jahr so“, betonte er.

Selbst mit der Vorhersage, dass er Christian Niessen auf dem vorderen Rang erwarte, sollte Werker Recht behalten. Hinter Markus Werker belegten weitere Athleten aus der hiesigen Region die Plätze 4 bis 7: Thomas Rubel (Team coolart - 36:22,28 Minuten), Stefan Winter (SC Komet Steckenborn - 36:33,38 Minuten), Jochen Kuck (LG Mützenich - 36:35,37 Minuten) und Albert Knauf (LG Mützenich - 36:40,16 Minuten) konnten mit dem Erreichten sehr zufrieden sein.

Als schnellste Athletin absolvierte Annette Geiken (LAZ PUMA Rhein-Sieg) den 10-km-Volkslauf in einer Zeit von 42:23,71 Minuten vor Barbara Hillebrand (Skikeller Kaulard & Schroiff - 43:32,91 Minuten) und Claudia Schwan (SV Germania Eicherscheid - 43:47,19 Minuten).

Beim „Jedermannlauf“ über eine Distanz von 4 km, der ebenso wie der Hauptlauf für die Wertung des Rureifel-Volkslauf-Cups Berücksichtigung findet, setzte sich der Aachener Nils Wagner (13:32,90 Minuten) vor den beiden Simmerather Lokalmatadoren Benedikt Schedler (14:11,12 Minuten) und Max Richter (14:56,13 Minuten) durch. Michelle Jansen (LG Mützenich - 16:46,34 Minuten) beendete den Lauf als schnellste Athletin vor Julia Krings (TV Konzen - 18:29,77 Minuten).

60 Helfer bei der Veranstaltung

Andreas Mohren, bei dem bisher die organisatorischen Fäden des Simmerather Mailaufs zusammenliefen, ließ sich in diesem Jahr von Gero de Brouwer vertreten. „Im Vergleich zu den Vorjahren liegen mir rekordverdächtige Anmeldezahlen vor. Viele namhafte Athleten und Athletinnen haben den Weg nach Simmerath gefunden“, sagte der Organisator.

60 Helfer – die Abteilungen Blasmusik und Orientierungslauf stellen dabei das größte Kontingent – sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Selbst die ansonsten von der Teilnehmerzahl nicht so stark vertretenen Kinder- und Jugendläufe erfuhren diesmal eine ungeahnte Resonanz. Schließlich wurde im Vorfeld in Simmerath die Werbetrommel mächtig gerührt. „Mein Dank gilt auch den Sponsoren, ohne die die finanzaufwendige Veranstaltung nicht durchführbar gewesen wäre“, zog de Brouwer ein positives Fazit.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Horst Nießen. Die morgendlichen Bambini- und Schülerläufe wurden von Ortsvorsteher Stefan Haas, dem Hansa-Vorsitzenden Ingo Braun sowie von Gero de Brouwer gestartet. Verbissen kämpften die Kinder und Jugendlichen um jeden Meter und um jede Platzierung. Der freundliche Applaus der Zuschauer auf der Ziellinie war für die Läuferinnen und Läufer eine gewisse Genugtuung.

Peter Borsdorff (Dürener TV) war mit seiner Sammelbüchse nach Simmerath gekommen, um die Finanzierung eines geländefähigen Rollstuhls für die 18-jährige Deborah Maahsen aus Simmerath sicherzustellen. „Deborah hält sich gerne in der Natur auf. Aufgrund ihrer Behinderung ist das allerdings nur mit einem speziellen Rollstuhl möglich. Ich hoffe, dass ich heute einen Scheck in Höhe von 4000 Euro übergeben kann“, sagte Borsdorff. Neben der Finanzierung des Rollstuhls bleibe damit für die Familie noch eine kleine Finanzspritze für einen einwöchigen Erholungsurlaub in der Eifel übrig.

Durch die Aktion „Running for kids“ konnte Borsdorff mittlerweile 1709 Einzelspenden übergeben (bei einer Goldhochzeit in Hammer wurde ihm eine Spende von 325 Euro in einem Kuvert übergeben); gesammelt wurden insgesamt bisher 883 000 Euro.

Borsdorff, gehandicapt durch eine Fuss-Operation, nahm trotzdem am Jedermannlauf teil. Die Distanz von 4000 m absolvierte er in 28:16,32 Minuten.

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