Magga Ritter wird CDU-Bürgermeisterin in Monschau

Von: Heiner Schepp
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Beifall für Magga Ritter: Die 47-Jährige entschied die Bürgermeisterwahl in Monschau deutlich zu ihren Gunsten. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Margareta („Magga”) Ritter ist die erste Bürgermeisterin in der Geschichte der Stadt Monschau. Mit 52,17 Prozent der Stimmen setzte sich die 47-Jährige am Sonntag klar gegen ihre Mitbewerber Gregor Mathar (SPD/25,11), Werner Krickel (Grüne/13,31) und Paul Hüllenkremer (FDP/9,41) durch, erzielte dabei jedoch ein deutlich schwächeres Ergebnis als ihr Vorgänger und Parteikollege Theo Steinröx, der vor fünf Jahren noch 69,5 Prozent auf sich hatte vereinen können.

Das politische Erdbeben blieb aus in der Stadt Monschau am gestrigen Wahlsonntag - es gab aber zumindest einige kleinere Erdstöße in der politischen Landschaft rund um die Rurstadt. Mit nur noch 54,44 Prozent der Stimmen erzielte die CDU das schlechteste Ergebnis seit der kommunalen Neugliederung in Monschau, behielt aber trotz des Verlustes von zwei Sitzen im neuen Stadtrat ihre absolute Mehrheit.

Wahlgewinner der Stadtratswahl waren eindeutig die Grünen, die um fast drei Prozent der Stimmen (von 8,05 auf 11,01 Prozent) zulegten und künftig vier statt bisher zwei Abgeordnete ins Stadtparlament entsenden. Zwar gewann auch die FDP gut zwei Prozent Stimmanteil hinzu, doch wirkte sich dies nicht auf die Sitzanzahl von bislang zwei für die Liberalen aus.

Wahlverlierer der Ratswahl ist neben der CDU (-7,48 Prozent) vor allem das Bürgerforum 21, das von 5,25 Prozet bei der letzten Wahl auf 3,18 Prozent absackte und künftig nur noch einen Abgeordneten entsendet. Ebenfalls mit einem Sitz ist die Linke im neuen Stadtrat als sechste Gruppierung vertreten. Zwar holte der jüngste Spross der Monschauer Parteienlandschaft aus dem Stand 4,36 Prozent, doch reicht dies nicht für zwei Sitze und damit Fraktionsstatus, den auch das Bürgerforum verlor.

Nicht von den Verlusten der CDU profitieren konnte im Gesamtergebnis die SPD, die bei 19,69 Prozent stagnierte und weiterhin sechs Sitze im neuen Rat innehat. Dass die Sozialdemokraten dennoch am Sonntagabend im Rathaussaal in Feierlaune waren, lag an einem „historischen Ereignis”, wie der letztlich chancenlose Bürgermeisterkandidat Gregor Mathar es nannte: Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt gewann die SPD zwei Direktmandate: In Imgenbroich setzte sich Brigitte Olschewski mit fünf Stimmen gegen Heinz-Kurt Schmitz (CDU) durch, in Kalterherberg machte Bernd Kreutz deutlich das Rennen gegen Rainer Mertens (CDU), der aber über die Reserveliste dennoch in den neuen Rat einzieht.

Den größten Beifall aber gab es am Wahlsonntagabend im Sitzungssaal für die neue „Chefin” des Hauses, die künftige Bürgermeisterin Margareta Ritter. Die Gewinnerin dankte ihren Kontrahenten „für einen fairen Wahlkampf” und ihrer Partei, vor allem aber ihrer nahezu vollständig anwesenden Familie für die Unterstützung in den letzten Wochen.
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