Monschau - Mädchenrealschule St. Ursula begeistert mit gelungenen Aufführungen

Mädchenrealschule St. Ursula begeistert mit gelungenen Aufführungen

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Glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht: Nach dem Ende der letzten Aufführung des Stückes „Liebe auf den zweiten Blick“ genossen die jungen Schauspielerinnen der Theater-AG der Bischöflichen Mädchenrealschule den Applaus des Publikums.

Monschau. Sie alle standen auf der Bühne, ein glückliches Lächeln im Gesicht, während das Publikum laut Beifall klatschte. Die jungen Schauspielerinnen der Theater-AG der Bischöflichen Mädchenrealschule in Monschau genossen ihren Applaus ganze drei Mal, nachdem am Montagmorgen die letzte Aufführung des Stückes „Liebe auf den zweiten Blick“ zu Ende ging.

Das von der AG umgeschriebene Stück handelte von der schönen Belle, gespielt von Natalie Prickartz am Samstag und Céline Walentowski am Sonntag und Montag, die sich, um ihren chaotischen Vater (Therese Krings) zu retten, in die Gefangenschaft eines grässlichen Biestes begibt (gespielt von Greta Labs am Samstag und Lara Conrads am Sonntag und Montag) und sich trotz seiner absonderlichen Gestalt in ihn verliebt.

Als dieses sonst so grobe Biest ebenfalls anfängt Gefühle für Belle zu entwickeln, wird er unter vollstem Körpereinsatz seiner verzauberten Dienerschaft dabei unterstützt, Belle den Hof zu machen. Aber wie das nun mal in Märchen so ist, gibt es immer einen Widersacher. In diesem Falle der boshafte Junggeselle Gaston, gespielt von Luise Krings, der aus Rache für seine geplatzte Hochzeit mit Belle das ganze Dorf gegen das Biest aufhetzt und dessen Schloss, mit der Absicht das Biest zu töten, stürmen lässt.

Nach einem kräftezehrenden Kampf wird Gaston allerdings in die Flucht geschlagen und es folgt das lang erwartete Happy End sowie die Erlösung der zu Biest, Teekanne, Tasse, Standuhr und Kerzenleuchter verzauberten Menschen.

Modern und peppig

An allen drei Aufführungstagen wechselten sich die Mädchen mit der Besetzung ab, sowohl die Hauptrollen Belle und Biest, als auch die Dorfbewohner und ein Großteil der Schlossbediensteten wurden jeweils doppelt besetzt. Besonders Lob erhielten die Jungschauspieler vom Publikum für die vielen Tanz- und Gesangseinlagen, die sich durch das knapp 90-minütige Stück zogen und es damit „modern, peppig und interessant“ gestalteten.

So entwickelte sich die erste Verabredung von Biest und Belle in Smoking und Abendkleid vom förmlichen Schneewalzer zu einer schwungvoll-rockigen Tanzdarbietung mit cooler Sonnenbrille.

Stimmlich begleiteten Sheerin Heynen, die bereits das letztjährige Stück in der Haupt- und Nebenrolle mit ihrer Stimme schmückte, und Natalie Prickartz die Veranstaltung und ernteten für ihre Leistung tosenden Zwischenbeifall.

„Ein gutes Theaterstück, die Lieder und Tänze haben das ganze aufgelockert und interessanter gemacht. Mir persönlich hat der Gardetanz in den blauen Kleidern sehr gut gefallen, das war mal was anderes, das hättet ihr ruhig noch länger machen können“, so der Vater einer der Schauspielerinnen.

Besonders stolz auf „ihre“ Mädchen waren Claudia Rampazzo und Margot Engelhardt, Lehrerinnen an St. Ursula und Leiterinnen der Theater-AG. Mit ihrer Unterstützung hatten die Mädchen mehr als sechs Monate lang wöchentlich ihre Texte gelernt, geprobt, Kostüme genäht und Kulissen gebastelt.

Besonders ausgezeichnet für die Kulissengestaltung wurden Carina Lenzen und ihr Vater Karl-Heinz Lenzen, die sich viel Zeit nahmen, um das Stück mit einem Schattenspiel einleiten zu können. Für die Tontechnik wurde Guido Jansen ausgezeichnet, der drei Tage lang die Lampenfieberstimmung der Mädchen ertrug und professionell für Licht, Musik, Soundeffekte, Headsets und Nebelmaschine sorgte. Für seine einzigartigen Schminkkünste wurde Norbert Engelhardt, für die Musikzusammenstellung Céline Jahns und für die tatkräftige Unterstützung beim Nähen der vielen aufwendigen Kostüme Laura Schmelz und Nadine Braun gedankt.

Unbekannter Spender

Ein ganz besonderes Dankeschön richteten die beiden Lehrerinnen an den unbekannten Spender, der am Sonntag nach der Aufführung eine beachtliche Geldsumme übergab und dann verschwand.

Auch Konrektorin Liane Mertens zeigte sich beeindruckt vom Einsatz und schauspielerischem Talent der Mädchen. „Bereits im vergangenen Jahr konnten wir auf dieser Bühne die Leistung der Theater-AG bewundern. Ich freue mich zu sehen, was die Mädchen auch in diesem Jahr auf die Beine gestellt haben und bin sicher, wir können uns auch zukünftig auf weitere Aufführungen freuen.“

Freude für Grundschüler

Insgesamt wurde das Stück an drei Tagen aufgeführt – eine gute Idee, denn alle Besucher hätte die Markthalle bei einer einzigen Veranstaltung nicht fassen können. Besondere Freude hatten am Montag die Grundschüler, sowie eine 6. und eine 7. Klasse der St. Ursula Realschule. „Am lustigsten fand ich den Kerzenleuchter“, so ein Viertklässler, „der hatte so einen komischen Akzent.“

„Und der Vater von Belle“, unterbrach eine weitere Viertklässlerin, „der war so chaotisch mit seiner dicken Brille. Ich will das nächste Stück auch gucken kommen.“ Ein dickes Lob für die Gruppe und der Beweis, dass sich die Liebe zum Detail auszahlt.

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