„Mädchen machen Kunst”: 300 Jahre Realschule St. Ursula

Von: rpa
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Die jungen Damen mit den langen Haaren und den vielen Maschen und Löchern in den Strümpfen ernteten für ihren „wilden Tanz” reichlich Beifall. Foto: R. Palm

Monschau. Bunte Hasen, gestreifte Tiger, Collagen mit „Peng-Worten” zum Thema „Ganz schön laut”, große Wassertropfen aus Pastellfarben und jede Menge „Girls” - das sind die Gesichter der jungen Damen aus der Klasse 9, das sind Selbstporträts im Stil moderner Tontrennungen.

Die Ausstellung in der Monschauer Markthalle zeigt schöne Bilder und gibt einen Einblick in den musisch-künstlerischen Bereich an St. Ursula, mehr noch: Die kleinen und großen Kunstwerke verraten Talente und machen deutlich: Diese Talente werden gefördert, und Kunst und Kunstunterricht an St. Ursula greift die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen auf und verhilft ihnen zu einer „sinnlich-lustbetonten Ausdrucksweise”, wie Kunstlehrerin und -erzieherin Marion Baltzer.

„Mädchen machen Kunst”. Mit dieser Ausstellung hat St. Ursula den Festeigen rund um die 300 Jahrfeier eröffnet. Dazu hatten sich die Mädchen, die „Kunst machen” in der Markthalle versammelt, dies gemeinsam mit den Lehrern/innen von St. Ursula, vielen Eltern, und Gästen aus der Monschauer und Simmerather Kommunalpolitik.

In seiner Festansprache zeichnete Manfred Jansen, bei der Sparkasse verantwortlicher Direktor für den Bereich Monschau-Simmerath und Roetgen, ein intensives Bild der Bischöflichen Mädchen-Realschule St. Ursula, er machte deutlich, was St. Ursula ist und was die Schule ausmacht und was sie bewirkt: Zunächst eine „feste Institution in unserer Region mit einem guten Ruf”, dann eine Schule, die es verstehe, „junge Menschen zu kreativem Denken und Handeln hinzuführen” und in den Fächern Kunst, Werk- und Textilgestaltung unter fachmännischer Leitung „zum Selbermachen und Selberdenken” anregt.

„In einer Welt, die sich ständig verändert, muss auch Schule wandelbar sein. Sie muss den Schülern/innen helfen, selbst wandelbar zu bleiben.” Dieser Satz, so Manfred Jansen, treffe ganz besonders auf die St. Ursula-Schule zu, der Satz stehe für das „was 300 Jahre St. Ursula für die Mädchenbildung in Monschau bewirkt” habe.

In der Kunst, in der Werk- und Textilgestaltung sind die Mädchen-Realschule und die Sparkasse „ein gutes Team”, wie Direktor Manfred Jansen betonte, es sei dies die 15. Ausstellung, die beide gemeinsam arrangieren. Und auch diese Ausstellung stelle das Image der Schule „sehr positiv” dar und motiviere zu weiteren Ausstellungen.

Was in der Ausstellung alles zu sehen ist, erläuterte Fachlehrerin Marion Baltzer, sie machte in ihren Anmerkungen zur Ausstellung „Mädchen machen Kunst” aber auch deutlich, was Kunst und Kunstunterricht an St. Ursula bedeuten und welche Ziele dabei angestrebt werden: Es gelte, gerade in einer Zeit der schnell wechselnden Bild- und Seheindrücke Sehen zu lernen, es gelte, „genau hinzusehen und Mittel und Techniken zur Wiedergabe von Wirklichkeit zu erlernen”. Auch gehe es im Kunstunterricht darum, Phantasie und Kreativität zu entwickeln, es gelte zudem: Die „Lebenswirklichkeit der Schülerinnen aufzugreifen und ihnen zu einer sinnlich-lustbetonten bildnerischen Ausdrucksweise zu verhelfen.”

In einem kurzen Grußwort zeigte sich Franz-Peter Müsch, seit 26 Jahren Leiter von St. Ursula, begeistert von den Talenten der Mädchen an seiner Schule, er kündigte für die Festtage zur 300-Jahrfeier ein weiteres Kunstprojekt an: Monschau als Tuchmacherstadt „richtig ins Bild zu setzen”. Franz Peter Müsch wies auf eine Aktion der Schule zur 300-Jahrfeier hin: auf eine Spenden-Aktion für die evangelische Kirche, die „einen Dachschaden” habe.
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