Machenschaften hinter der Supermarkt-Fassade

Von: Helga Giesen
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Roetgen. Im Roetgener Pfarrheim „Op de Kerchbröck” hebt sich am Freitag, 14. und Samstag, 15. Oktober der Vorhang für das neue Stück „Brutto” des Werkstatttheaters Roetgen. Unter der Leitung von Petra Knittel-Bartsch spielen in der selbst entwickelten Szenencollage Janine Olbrich, Susa Menzel, Achim Bartsch, Ricarda Sohns und Tim vor der Esche. Sound und Live-Musik kommen von Stefan Schmitz.

„Brutto” spielt im Personalraum eines Supermarktes. Menschen, die man sonst nur als Angestellte, die zwischen Kasse und Regalen gut zu funktionieren haben, wahrnimmt, zeigen hier ihre ganz private Seite. Dass ein neuer Filialleiter das Image aufpolieren und frischen Wind in das Unternehmen bringen will, stößt nicht immer auf Gegenliebe. Durchaus kritisch und tiefgründig, aber auch heiter, hat sich das Ensemble mit dem Thema auseinandergesetzt und will den Zuschauern mit seiner Collage einen unterhaltsamen Theaterabend bieten.

Mit seinen vorwiegend selbst geschriebenen Stücken hat sich das Werkstatttheater Roetgen in den letzten Jahren einen festen Platz in der Roetgener Kulturszene gesichert. Entstanden ist die Gruppe 2004 aus einer Projektarbeit der damals angehenden Theaterpädagogin Petra Knittel-Bartsch, die sie Rahmen ihres Studiums durchführen musste. Dafür hat sie mit interessierten, aber bisher theaterunerfahrenen LaiendarstellerInnen aus ihrem Bekanntenkreis das Stück „Nachtgeschichten” inszeniert.

Für das Projekt zählte zwar weniger das fertige Produkt als vielmehr der Entwicklungsprozess von der Erarbeitung des Themas bis zur Vermittlung von Spiel- und Sprechtechniken, aber die Begeisterung der MitspielerInnen und der Publikumserfolg der Aufführung im Stadttheater Monschau ließen aus dem als einmalig geplanten Projekt eine feste Einrichtung werden, die Petra Knittel-Bartsch trotz ihres inzwischen starken beruflichen Engagements als ihr privates Hobby weiterführt.

So entstanden einige weitere, nach eigenen Ideen entwickelte Stücke, zuletzt 2009 „Treibgut”. Auch wenn sich das Werkstatttheater einige Male literarischer Vorlagen bediente - so wurde 2008 mit großem Erfolg eine Szenenfolge nach „Alice im Wunderland” gezeigt und im vergangenen Jahr, wiederum als Regie-Prüfungsarbeit für ihr Aufbaustudium, inszenierte Petra Knittel-Bartsch mit dem inzwischen schon recht erfahrenen Ensemble das Stück „Winterschlaf” von Heleen Verburg, das im Aachener Theater K. aufgeführt wurde - bleibt der Name Programm: Es wird immer wieder experimentiert und Neues erprobt.

Dazu treffen sich die Mitglieder im Gruppenraum des Eifelvereins - dort, wo Petra Knittel als Betreuerin der Jugendgruppe die ersten Krippenspiele mit Kindern einstudierte und zu den Mitbegründern der Pantomimengruppe gehörte.

Die Aufführungen der Szenencollage „Brutto” des Werkstattheaters Roetgen finden statt am Freitag, 14. und Samstag, 15. Oktober, jeweils um 20 Uhr, im kath. Pfarrheim, Hauptstraße 64. Karten sind zum Preis von 8 Euro (erm. 5 Euro) im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung Lesezeichen, Hauptstraße 45.
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