Höfen - „Lyra” spielt beim „Musikantenstadl”

„Lyra” spielt beim „Musikantenstadl”

Von: Egl
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Die Jubilare, umrahmt vom alten und neuen Vorstand der Lyra” Höfen (von links): Gerd Förster, Heinz Stolz, Fred Heinen, Achim Mießen, Bernhard Böhmer, Erich Alzer und Guido Hermanns. Foto: H. Egerland

Höfen. Nach dem großen Weihnachtskonzert in der Höfener Pfarrkirche setzten sich die Mitglieder der Musikvereinigung „Lyra” Höfen 1895 zusammen, um auf ihrer jährlichen Generalversammlung sowohl Rückschau zu halten als auch in die Zukunft zu blicken.

58 Mitglieder der Musikvereinigung hatten sich in ihrem Proberaum im Pfarrzentrum neben St. Michael eingefunden und wurden von ihrem ersten Vorsitzenden Gerd Förster und seinen Vorstandskollegen mit einer guten Nachricht begrüßt: Fast 1500 Euro an Spenden hatte man durch das Weihnachtskonzert für den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder” einnehmen können.

Jubilare geehrt

Unter anderem stand an diesem Abend auch die Ehrung zweier Jubilare an: Fred Heinen, seit Sommer Ehrenmitglied des Vereins, wurde für 20 Jahre treue Zugehörigkeit mit Nadel und Urkunde geehrt. Bernhard Böhmer bringt es sogar auf 40 Jahre, von denen er die Hälfte schon als Ehrenmitglied tätig ist. Auch er erhielt Nadel und Urkunde.

In einem Jahresrückblick hob Gerd Förster vor allem das Musikfest der Städteregion im Juni hervor, das in Verbindung mit dem Jubiläum 115 Jahre „Lyra” Höfen gefeiert worden war. Der Festzug bei strahlendem Wetter (Förster: „Wenn Engel feiern...”) mit über 20 Musikvereinen und den Höfener Ortsvereinen sei ein einmaliges Erlebnis gewesen. Dank sagte er an dieser Stelle den vielen Helfern aus den Ortsvereinen und privaten Helfern. Das heutige Weihnachtskonzert sei nur das Ende einer Reihe von Konzerten, wofür er sich herzlich bei allen Musikern bedankte, vor allem bei Dirigent Ralf Jansen: Du leistest von uns allen die meiste Arbeit!”

Schriftführer Guido Hermanns verlas anschließend den Geschäftsbericht, der ein beeindruckendes Bild eines äußerst aktiven und erfolgreichen Musikvereins vermittelt. Allein die Reihe der Auftritte ist bemerkenswert: In das vergangene Geschäftsjahr fielen rund 40 Auftritte, 44 Proben, drei Zusatzproben und ein Probentag.

Auch die Statistik des Vereins kann sich sehen lassen: Von insgesamt 521 Mitgliedern sind 135 aktiv, von diesen sind wiederum 81 Jugendliche im Alter bis 25 Jahre. Und von diesen, ergänzte Jugendvertreter Henning Pautsch, spielten bereits 31 im großen Orchester. Hermanns betonte, dass der Musikverein ein sehr hohes Ansehen in der Öffentlichkeit besitze: „Dieses Ansehen resultiert aus einem harmonischen sowie kameradschaftlichem Auftreten des Vereins und seiner Mitglieder in der Öffentlichkeit.”

Von der Harmonie im Verein legten die anstehenden Vorstandswahlen Zeugnis ab. Die Ämter des ersten Vorsitzenden, des zweiten Schriftführers und des zweiten Kassierers standen zur Neuwahl, aus der jeweils ohne Gegenstimme eine Wiederwahl wurde.

Alle Vorständler wiedergewählt

Alle stimmberechtigten Mitglieder äußerten mit großer Deutlichkeit ihre Zufriedenheit mit der Vorstandsarbeit. Ruth Stein, die seit mittlerweile zehn Jahren für eine ordnungsgemäße Finanzverwaltung im Verein zuständig ist und allein im vergangenen Jahr weit über 200 Überweisungen zu tätigen hatte, wurde mit einem Präsent und einem Blumenstrauß für ihr Engagement gedankt.

Gegen Ende blieb noch ein Ausblick auf das neue Jahr: Schon am 28. Januar wird der Verein in der Sendung „Musikantenstadl” die Region vertreten und den Einmarsch gestalten. Im Sommer werden dann weitere Höhepunkte im Vereinsleben anstehen; am 9. Juni das große Benefizkonzert des Musikkorps der Bundeswehr und das Dorffest im Rahmen der 650-Jahr-Feier von Höfen im August.

In diesem Zusammenhang erhob sich auch Ortsvorsteher Peter Theissen, aktives Vereinsmitglied und derzeit amtierender Schützenkönig von Höfen, um den Musikern seinen Dank für die Unterstützung bei der letzten Kirmes auszudrücken. Er wies auf das Stadtschützenfest im Juni hin, das ja ebenfalls in Höfen stattfinden werde. Auch betonte er das besondere Engagement und die große Bedeutung des Ehrenvorsitzenden Heinz Kerkmann, ohne den solche Hochkaräter wie das „Musikkorps der Bundeswehr” sicher nicht den Weg nach Höfen gefunden hätten. Er schloss mit einem Bekenntnis zum Verein: „Ich bin stolz, in der Musik spielen zu dürfen!”

Eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, die Integration der selbstbestimmten Jugendlichen in den Verein und nicht zuletzt ein harmonisches Zusammengehörigkeitsgefühl - das scheint die Mixtur zu sein, mit der die „Lyra” zu einer festen Größe in Höfen und darüber hinaus geworden ist.
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