Lyra Höfen: Disco-Feeling, Holzhackerbuben und rockende Nonnen

Von: MD
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Ein Blick in die vollbesetzte Vereinshalle: Im Hintergrund die mitrockenden „Lyrianer” bei den Rhythmen ihrer Big Band. Foto: Monika Dosquet

Höfen. Die Vereinshalle in Höfen „bebte” am Freitagabend, als die Musikvereinigung Lyra Höfen ein außergewöhnliches Musikerlebnis präsentierte. „Die besten Hits der letzten 50 Jahre” hieß das Thema, und es konnte nach Herzenslust gerockt und getanzt werden.

Blasmusik mit Rock und Pop - ein neues Projekt der Lyra Höfen - hatte alle Kräfte der Musiker gebündelt und viele zusätzliche Proben erforderlich gemacht. Die Halle war passend zum Thema umgestaltet worden, mit neuer Dekoration, vielen Lichteffekten und passendem Outfit der Lyrianer. „Es stehen Hits bekannter Künstler aus vielen Epochen auf dem Programm”, so Gerd Förster, Vorsitzender der Lyra, in seiner Begrüßung. Seien es Schlager, Melodien bekannter Filme, Musicals, Elektronische Musik, Oldies oder die „Neue Deutsche Welle” - alles war möglich.

Moderator Heinz-Georg Kerkmann erinnerte in seiner unvergleichlichen Art an den bekannten „Discokönig” Ilja Richter. Der bekannte Ausruf: „Hallo Freunde - hallo Ilja!” wurde von den Gästen in der vollbesetzten Vereinshalle treffend in „Hallo Kerki!” umgetextet.

Viele neue Ideen hatten die 70 Musiker im Alter von 12 bis 75 Jahren unter Dirigent Ralf Jansen umgesetzt. Musikalisches Neuland betraten die Akteure mit dem Einsatz von elektronischen Instrumenten. Die Gastspieler Andrea Förster (Keyboard), Helmut Pauls (E-Gitarre) und Werner Storck (E-Bass) verstärkten die Blaskapelle und sorgten für den richtigen fetzigen Sound. In dem probeintensiven Stück „Music”, einer Hymne an die Musik, überzeugte Helmut Pauls mit seiner E-Gitarre durch ein perfektes Solo.

Auch die Big Band der Lyra feierte an diesem Abend ihre Premiere. Bandleader Ralf Jansen sorgte mit den Bandmitgliedern auf ihren Trompeten, Posaunen, Holzblasinstrumenten, Keyboard, E-Gitarre und E-Bass für einen Tanzkapellensound. Stücke wie „Amarillo” und „La Paloma Swing” gehörten zu ihrem Repertoire.

Eine weitere musikalische Überraschung waren die Holzhackermusikanten (Henning Pautsch, Christian Josef Theißen, Michael und Achim Mießen sowie Marc Förster als Gastspieler aus Kalterherberg). Im Outfit der „Village People” schritten die fünf Jungmusiker zur Hymne „Also sprach Zarathustra” sehr würdevoll zur Bühne, um dann, so quasi als Kontrastprogramm mit den Hits „YMCA”, „I feel good” und „Marmor, Stein und Eisen bricht” so richtig abzurocken.

Auch das große Lyra-Orchester hatte einige Highlights im Programm. Bei dem Portrait von Andrew Lloyd Webber mit Melodien aus „Starlight Express” schufen viele Mädels auf ihren Rollschuhen und mit passenden Kostümen das richtige Starlight-feeling, und das Musikal „Cats” wurde mit den dazugehörenden Katzen in Szene gesetzt. Bei „I will follow him” aus „Sister Act” entstand der Eindruck, Whoopy Goldberg wäre mit ihrem Gesang und den rockenden Nonnen nach Höfen gekommen. Die Tanzeinlage von Klaus Mertens als Tanzlehrer mit seiner Partnerin Maike Jakobs zum Stück „Time of my life” aus „Dirty Dancing” konnte sich anschließend sehen lassen.

Abba, Jürgens und Petry

Titel der schwedische Popgruppe Abba wurden ebenso präsentiert wie Udo Jürgens mit seinen Ohrwürmern „Aber bitte mit Sahne” und „Merci Chérie”. Bei den Wolfgang Petry-Hits „Der Himmel brennt” und „Augen zu und durch” war Dirigent Ralf Jansen kaum noch in Gestik und Aussehen von diesem Kultmusiker zu unterscheiden.

Der zweite Dirigent und Dirigent des Jugendorchesters, Michael Mießen, präsentierte sich erstmals an diesem Abend vor einem so großen Publikum. Bei „What a feeling” aus Flashdance und den „99 Luftballons” von Nena ging so richtig die Post ab.

Das ganz andere Konzert der Lyra hat die Fangemeinde der Musiker sicher erweitert. Es war ein Familienabend, an dem Jung und Alt gemeinsam feiern konnten und viel Spaß hatten.
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