Lyra darf dem Prinz die Brötchen liefern

Von: stp
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Begeistert in der Vereinshalle Höfen empfangen: Thomas II und Katharina I. (Schmiddem), das neue Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Biebesse Höfen. Foto: stp

Höfen. Die Höfener „Biebesse“ haben wieder ein junges Prinzenpaar: Mit unendlichem Jubel wurden am Samstagabend in der Vereinshalle die neuen Regenten begrüßt. Thomas II. und Katharina I. (Schmiddem) eroberten im Sturm die Herzen der närrischen Untertanen.

Mit ein bisschen Wehmut verabschiedeten sich zunächst Prinz Daniel I. und seine Prinzessin Stefanie I. vom Narrenvolk; sie bedankten sich für jegliche Unterstützung in der abgelaufenen Session. „Wir haben uns auf jeden Auftritt gefreut“, betonten sie.

Der Vorsitzende der KG, Bernd Pontzen, dankte ihnen dafür, dass sie die KG würdig repräsentiert hatten; noch einmal durften Daniel und Stefanie donnernden Applaus und Alaaf-Rufe genießen. Dann meinte Daniel Sundermann: „Ich erinnere mich noch sehr gut, wie nervös ich war letztes Jahr. Bitte bereitet dem neuen Prinzen einen tollen Empfang!“

Das brauchte er nicht zweimal zu sagen. Die Zuschauer im proppenvollen Saal erhoben sich von ihren Plätzen, manche stellten sich auf die Stühle, um besser sehen zu können, wer gleich einmarschiert. Dann ertönte Freudengeschrei, man hatte sie erkannt: Thomas Schmiddem und seine Frau Katharina. Die Prinzengarde bahnte denm Paar einen Weg durch die jubelnde Menge, dann durften die Beiden die Begeisterung der Biebesse und ihrer Gäste genießen. Mit der Geheimhaltung hatte es übrigens auch wieder bestens funktioniert: Sogar im Freundeskreis war man ahnungslos. Katharina hatte zu Beginn der Sitzung noch recht „unschuldig“ an einem Tisch mit Freundinnen gesessen. Die waren nun völlig aus dem Häuschen.

„Was soll ich denn jetzt machen?“ lautete die erste Frage des neuen Prinzen, noch total überwältigt vom Empfang. och rasch hatte er sich gefangen, er ist schließlich kein Kind von Traurigkeit: Als Mitglied der Prinzengarde ist ihm schon so mancher Gag eingefallen. Von Beruf ist er Erzieher, seine Hobbies sind der Karneval, Schießen bei den Schützen und Fußball; hier ist er auch als Torwarttrainer aktiv. Seine Liebste hat er „hinter dem Tenorhorn entdeckt“, denn die spielt im Musikverein Lyra mit. Sie geht ihrem Beruf als Sozialversicherungsfachangestellte nach, in der Freizeit macht sie Musik und schwimmt gerne.

Die Gebote der Regenten sorgten für Erheiterung: So sollen „die Tenorhörner der Lyra“ einen Sonntags-Brötchendienst einrichten; Ralf Jansen, der Dirigent der Lyra, hat als Liebesgott Amor verkleidet auf der Seniorensitzung zu erscheinen; die Fußballer des TV müssen als Gruppe im Rosenmontagszug mitgehen und sollen „bei der Kostümauswahl genauso viel Kreativität an den Tag legen, wie wir es vom Offensivspiel auf dem Sportplatz gewohnt sind“. Achim Mießen wurde zum persönlichen Mundschenk ernannt, und aus den Reihen der Schützen soll jemand die ehrenvolle Aufgabe übernehmen, das Prinzenpaar zu chauffieren. Ausdrücklich luden die neuen Tollitäten die „politischen Exil-Höfener aus Alzen bzw. Rohren-West“ zum Mitfeiern ein.

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