LVR-Freilichtmuseum Kommern zeigt Fotografien von Martin Rosswog

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In einem Bauernhaus in Nasingen/Eifel: Der Fotograf Martin Rosswog dokumentiert den ländlichen Lebensraum mit fotografischer Sachlichkeit. Foto: Martin Rosswog

Kommern. Ländliches Leben und Arbeiten in ganz Europa ist zentrales Thema im Werk des Fotografen Martin Rosswog. Seit Sonntag, ist im LVR-Freilichtmuseum Kommern mit „Kolchoz und Bauernhof“ eine Ausstellung fotografischer Serien, in denen Rosswog nun auch landwirtschaftliche Produktionsformen in Ost und West dokumentiert hat, zu sehen.

Seit über 30 Jahren schon nimmt Martin Rosswog mit seinem fotografisch-ethnografischen Blick ländliches Wohnen und Arbeiten in ganz Europa auf. Seine Werke lassen seine Ausbildung in der Schule des Fotografenpaares Hilla und Bernd Becher erkennen, die mit Aufnahmen von Fachwerk- und Industriebauten internationale Anerkennung gefunden haben. In den letzten Jahren erweiterte Rosswog seine bekannten Fotoserien „Ländliche Innenräume in Europa“ auch auf das Äußere von Häusern und auf die landwirtschaftlichen Produktionsformen in Ost und West.

Kolchosen und Landgüter

„Kolchoz und Bauernhof“ zeigt eine Auswahl seiner Arbeiten der letzten Jahre. Martin Rosswog dokumentierte eine Kolchose im Bezirk Kruglaje in Belarus (Weißrussland) sowie eine Sowchose in der Kaliningradskaja Oblast in Russland, die heute eine landwirtschaftliche Aktiengesellschaft ist. In Alentejo, im Süden Portugals, dokumentierte Rosswog mehrere sehr große Landgüter, in der Schweiz dagegen kleine Höfe im Appenzeller Land. Seit 2003 begleitet Martin Rosswog einige rumänische Familien in Siebenbürgen, deren junge Männer als Erntehelfer in Deutschland arbeiten.

Abgerundet und pointiert wird die Ausstellung durch Serien aus Deutschland: Hier wird ein Schultenhof aus Westfalen mit einem kleinen Bauernhof aus Nasingen in der Eifel in Kontrast gesetzt. Die Ausstellung ist bis zum 26. November zu sehen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Museumseintritt frei.

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