Losglück: Christopher Bein freut sich auf Wochenende in Wembley

Von: Peter Stollenwerk
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Glück muss man haben: Christopher Bein aus Eicherscheid gewann im Losverfahren zwei der heiß begehrten Tickets für das Champions-League-Finale im Londoner Wembley-Stadion. Foto: P. Stollenwerk

Eicherscheid. Am Donnerstag vergangener Woche kamen die Tickets mit der Post. Erst als er den Umschlag in der Hand hielt, glaubte Christopher Bein wirklich, dass nun dem Unternehmen Wembley nichts mehr im Wege steht.

Der 20-Jährige aus Eicherscheid, Auszubildender bei der Spedition Space Shuttle in Aachen, gehört zu jenen bevorzugten Fußball-Fans, denen das Losglück beschert war.

Als Anfang Mai feststand, dass sich im Finale der Fußball-Champions-League am kommenden Samstag im legendären Londoner Wembley-Station mit Borussia Dortmund und Bayern München erstmals zwei deutsche Teams im Finale gegenüberstehen, setzte ein geradezu orkanartiger Sturm der Fans auf die Tickets ein. Von den 25.000 Karten, die dem BVB von der Uefa zur Verfügung gestellt wurden, stellte der Verein 1250 Stück für den freien Verkauf zur Verfügung. Da nach kürzester Zeit über eine halbe Million Anfragen eingingen, entschloss sich die Dortmunder Geschäftsführung die Tickets per Losverfahren unters Fußballvolk zu bringen.

In diesem Verfahren sah dann auch Christopher Bein seine 1:400-Gewinnchance und bewarb sich „auf gut Glück“ per Anschreiben auf zwei der heiß umworbenen Tickets. Um die Chancen ein wenig zu verbessern, bewarb er sich um Karten der etwas höheren Kategorie.

Diese Taktik ging auf, und nun hält er seine Finalkarten in der Hand, allerdings zu einem wahrlich stolzen Preis: 558 Euro kosten die beiden Karten der Kategorie zwei auf der Wembley-Ost-Tribüne im Dortmunder Block.

„Der Preis ist korrekt“, sagt Christopher Bein, nachdem er sich die offiziellen Tarife der Uefa angeschaut hat. Ebenfalls Glück hat auch sein Bruder Michael (22), den er als Miteisenden angegeben hatte.

Als er per Mail die Mitteilung erhielt, zu den glücklichen Gewinnern zu gehören, „habe ich das zunächst überhaupt nicht realisiert“, erzählt Christopher Bein, den die freudige Nachricht in der Kneipe erreichte, wo er gerade mit seinen Mannschaftskameraden von der Germania Eicherscheid zusammensaß.

Samstagmorgen um sieben Uhr startet nun der Flug ab Brüssel, der noch einmal 280 Euro pro Nase kostet. Da fallen die 60 Euro Hotelkosten direkt am Flughafen Heathrow kaum noch ins Gewicht. Sonntagabend um 19 Uhr geht es wieder zurück.

Zum Glück hinzu kommt noch, dass Vater Willi durch und durch Fußballfan ist und er zu 100 Prozent nachvollziehen kann, dass man bei einem solchen Fußball-Großereignis, das sich möglicherweise auch nicht mehr wiederholt, live dabei sein möchte. Also sponsert er großzügig den Wochenend-Trip nach Wembley „als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk“.

Christopher Bein ist wie sein Vater ein treuer Schwarz-Gelber, dass heißt sie sind Stammgäste auf dem Aachener Tivoli, auch wieder mit neuen Hoffnungen in der kommenden vierten Liga.

Die Reise nach London ist für den aktiven Fußballer das bisher größte Fußball-Erlebnis in seinem Leben, auch wenn die Teilnahme von Alemannia Aachen am Uefa-Cup im Jahr 2005, das DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Werder Bremen (2004) oder der Aufstieg der Alemannia in die erste Liga im Jahr 2006 ihn emotional noch mehr berührten.

Tipps für das Finale

Beim Champions-League-Finale nun wird Christopher Bein aus Sympathie auch den Schwarz-Gelben die Daumen drücken, auch wenn er mit einem Sieg der Bayern leben könnte. Anders ist die Lage da bei seinem Bruder, der ein glühender Dortmund-Fan ist. „Wenn Dortmund gewinnt, feiern wir ein bisschen, „wenn die Bayern gewinnen, weiß ich noch nicht was passiert“, sieht Christopher Bein den bevorstehenden Ereignissen gelassen entgegen.

Bei seinem Tipp für das Finale legt er sich hingegen ohne zu Zögern fest: „Dortmund gewinnt 2:1 nach Verlängerung.“

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