Lammersdorf - Lösungen für Verkehr in Lammersdorf gesucht

Lösungen für Verkehr in Lammersdorf gesucht

Von: P. St.
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Unter zunehmender Verkehrslast, wie hier auf der Bergstraße, leidet auch der Ort Lammersdorf. Foto: Sarah-Maria Berners

Lammersdorf. Die Bewohner von Hoscheiter Straße, Kirchstraße, Im Pohl, Jägerhausstraße, Sonntagstraße und Bergstraße wissen es am besten: Lammersdorf ist kein Dorf im klassischen Sinne mehr. Die steigende Verkehrsbelastung besonders an den Wochenenden erdrückt den Ort.

Der Nationalpark Eifel und andere touristische Errungenschaften aus jüngster Zeit haben zu einer spürbaren Erhöhung des Verkehrsaufkommens geführt.

An Firma Junker denken

Aus dem Ort heraus gibt es mehrere Initiativen, die dringend Abhilfe fordern. Eine lange Liste hat auch die Simmerather SPD-Fraktion zusammengestellt, die am Dienstagabend in der Sitzung des Strukturausschusses auch die Grundlage für weitere Diskussion und die Suche nach Lösungen bot.

Als Ergebnis einer öffentlichen Versammlung Ende April hat die SPD einmal alle Wünsche gesammelt, die aus den Reihen der Bevölkerung geäußert wurden.

Auch von der Verwaltung wird bestätigt, dass die Situation in Lammersdorf Handlungsbedarf erfordert. Die Achsen der B399 und der B266 laufen hier zusammen.

Festgestellt wurde aber auch, dass „zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit nicht alle verkehrsberuhigenden Maßnahmen einsetzbar sind”.

Auch über die finanziellen Auswirkungen des Vorschlagskataloges konnte die Verwaltung keine Angaben machen, da dies davon abhänge, in wessen Trägerschaft Maßnahmen erfolgen würden.

Beim Landesbetrieb Straßenbau, so hatte die Verwaltung vorgeschlagen, sollte die Thematik der Verkehrsberuhigung Lammersdorf als „unbedingt notwendig” eingestuft werden.

Die zur Diskussion gestellte Wunschliste der SPD-Fraktion ist lang, wobei ein Punkt bei allen Vorschlägen unbedingt berücksichtigt werden soll: Die Schwerlasttransporte der Firma Junker dürfen nicht behindert werden.

Was wurde nun von den Bürgern an Beschwerden und Wünschen geäußert? Auf allen Durchgangsstraßen führen Motorräder häufig zu schnell und zu laut, hieß es. Durch den permanent starken Durchgangsverkehr steige die C02-Belastung.

Nach Beobachtungen der Anwohner hat der Lieferverkehr zugenommen, und mancher zusätzliche Lkw durchquert Lammersdorf seitdem die Autobahn-Maut erhoben wird.

Auf der Hoscheiter Straße verleite die breite Ausbauweise die Autofahrer zum Schnellfahren, auf dem Geh-Radweg werde geparkt, und die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage führe dazu, dass vor der Anlage abrupt gebremst werde.

Auf der Bergstraße wurden die hohen Fahrgeräusche als störend empfunden, ebenso zu hohe Geschwindigkeiten und die Problematik des Abbiegens in die Straße Auf der Ley.

Auf der Paustenbacher haben Anwohner festgestellt, dass die Tempo 30-Zone von kaum jemanden einbehalten werde; mehr noch: Man habe hier Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h festgestellt. Geschwindigkeiten bis zu 180 km/h wurden sogar von der Jägerhausstraße gemeldet.

Weitere Kritikpunkte der Bürger sind: Das Abholen und Bringen der Kinder zum Kindergarten im Pohl führe zu Gefährdungen, und teilweise seien es die Anwohner selbst, die sich nicht an die Tempo 30-Zonen hielten.

Auch konkrete Vorschläge zur Abhilfe wurden bereits von den Anwohnern eingebracht. Kreisverkehre am Ortseingang, optische Verengungen, mehr Geschwindigkeitskontrollen, der Einbau von „Flüsterasphalt”, mehr Fußgänger-Überwege und nicht zuletzt langfristige Überlegen zum Bau einer Umgehungsstraße für Lammersdorf stehen auf der Wunschliste. Und über den Horizont von Lammersdorf wurde auch angeregt, eine Verkehrskonzept für die gesamte Region zu erstellen.
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