Löst der Platz für dritten Bus das Problem an der Post?

Von: olk
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Gefährliche Situation am Zebrastreifen: Busse behindern den fließenden Verkehr, viele Autofahrer fahren mit zu hoher Geschwindigkeit vorbei.

Roetgen. Die Verkehrssituation an der Bundesstraße 258 ist schwierig. An der Haltestelle „Zur Post“ können lediglich zwei Busse halten. Zu Stoßzeiten warten aber oft drei bis vier Busse auf die Fahrgäste und behindern den fließenden Verkehr. Die Folge sind lange Staus auf der B258. Autofahrer fahren mit zu hoher Geschwindigkeit an den Bussen vorbei – so entstehen heikle Situationen, insbesondere wenn Kinder auf die Fahrbahn laufen, um die Straße zu überqueren.

Hier muss dringend etwas getan werden, da sind sich Rat und Bürger einig. Doch das „wie“ ist noch nicht klar.

Die Gemeinde hat in der Vergangenheit bereits alle Möglichkeiten geprüft, um einen Bushof nach dem Vorbild Simmeraths oder dem in Planung befindlichen in Imgenbroich zu realisieren. Es wurde jedoch keine geeignete Fläche für ein derart großes Bauvorhaben gefunden. Daher hat der Bauausschuss nun beschlossen, die bestehende Haltestelle wenigstens zu erweitern.

Durch den Ausbau sollen immerhin drei Busse in einer Reihe parken können, ohne dabei den fließenden Verkehr auf der Bundesstraße zu behindern. Die Maßnahme ist jedoch umstritten. Anwohner machen bereits mobil und die Verwaltung sieht erhebliche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Trotz Maximalförderung von 85 Prozent dürfte der Anteil für die Gemeinde Roetgen bei einem fünfstelligen Betrag liegen. „Und Maßnahmen wie die geplante Linksabbiegerspur zur Hofstraße werden nicht bezuschusst“, erläutert Dirk Meyer, Leiter des Roetgener Bauamtes einen der Kostenpunkte. „Hier wird ein großer Aufwand für relativ wenig Nutzen betrieben“, kritisiert er.

Weitere Begehung am 4. Februar

Bis eine große Lösung gefunden ist, soll nach dem Willen des Bauausschusses ein Ausbau der Haltestelle kurzfristig zur Entlastung führen. „Uns fehlt die Perspektive einer Alternativlösung“, begründet Michael Seidel von der CDU die Entscheidung. Zudem ist auf Betreiben der FDP-Fraktion eine weitere Begehung mit Mitarbeitern des AVV am 4. Februar geplant, um mögliche Flächen für eine „Großlösung“ erneut in Augenschein zu nehmen. Das wurde allerdings bereits in der Vergangenheit getan und dürfte daher kaum Erfolg haben.

So müssen sich Bus- und Autofahrer an der Post in Roetgen mit der gefährlichen Situation weiter arrangieren.

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