Lobgesang auf den Umbau der Pfarrkirche

Von: Aline Jansen
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So sieht Kirche heute aus. Viele lobende Worte fielen beim Tag der offenen Tür in der Konzener Pfarrkirche: Der Andrang war enorm, denn jeder wollte einen Blick in die umgebauten Räume werfen. Foto: Aline Jansen

Eifel. Großes Erstaunen erfasste viele Besucher, als sie jetzt nach längerer Pause noch einmal die Pfarrkirche St. Peter und Pankratius in Konzen betraten und sich erstaunt umblicken. In den letzten vier Monaten ist sie saniert und umgebaut worden – viel hat sich verändert.

Wer in dieser Zeit nicht ab und zu einen Blick in die Baustelle geworfen hat, erkennt die Kirche nicht mehr wieder. Daher fand jetzt im Gotteshaus ein Tag der offenen Tür statt, wo Sakristei, Pfarrsaal und Pankratiusraum besichtigt werden konnten. Der Tenor der Besucher zum Rückbau des Gebäudes auf die Baumaße der Vorkriegszeit und zu den Leistungen des Kirchenvorstandes, allen voran des Bauleiters Martin Krings sowie der Architekten Daniela Scheidt und Michael Frey fiel sehr positiv aus.

„Das ist eine wirklich gelungene und würdevolle Umgestaltung der Kirche. Es wurde ein Bauwerk geschaffen, das mit seinen verschiedenen Funktionen seinesgleichen sucht und dessen Wert wir in den kommenden Jahrzehnten schätzen werden“, würdigt Heinz Hermann Palm die Arbeit überschwänglich.

Mit diesem Lob steht er keinesfalls alleine da. „Das ist die Zukunft der Kirche. Ihre Multifunktionalität ist sehr gut gelungen“, sagt Konzens Ortsvorsteher Matthias Steffens und ergänzt: „Die Reaktionen der Bevölkerung sind ebenfalls sehr positiv.“

Über 350 Leute interessierten sich für die Veränderungen und strömten in den neuen Pfarrsaal, der an die Kirche angrenzt und durch verschiebbare Wandelemente von dieser getrennt werden kann. „Mit so vielen Gästen haben wir gar nicht gerechnet“, freute sich Martin Krings stellvertretend für den Kirchenvorstand über den Ansturm. Doch für reichlich Kaffee, Kuchen und frische Waffeln war gesorgt, so dass es ein gemütlicher Nachmittag wurde.

Nicht nur die Konzener waren gespannt auf den neuen Anblick ihrer Kirche, auch viele Menschen aus den Nachbargemeinden kamen zur Besichtigung. „Es ist ein tolles Gotteshaus in so kurzer Zeit entstanden. Hier ist wirklich jeder Wunsch erfüllt“, lautet das Fazit von Alice Klein aus Imgenbroich nach ihrem Rundgang. Auch die Jugend ist angetan: „Als das Dach vor drei Monaten auf einmal weg war, sah es aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Erstaunlich wie schnell der Neuaufbau ging“, erklärt die 18-jährige Therese Krings.

Maria und Reinhold Schreiber gehörten von Beginn an zu den Befürwortern des Bauvorhabens. „Nach 70 Jahren braucht jedes Haus eine Renovierung, auch unsere Kirche, deshalb waren wir für das Projekt“, erzählt Reinhold Schreiber und seine Frau ergänzt: „Es ist toll, wie alt und neu verbunden worden ist.“

Zu den Gästen gehörte weiterhin Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der in Konzen wohnt. Auch ihm gefällt der Umbau: „Nach den vielen kritischen Stimmen zu Beginn des Projekts ist das Ergebnis ein toller Beitrag zur Versöhnung. Es ist super, wie alt und neu kombiniert wurde, alles hat eine gute Qualität. Für das Gotteshaus ist ein würdiger Rahmen geschaffen worden und die Gemeinschaftsräume geben einen neuen Impuls für die Konzener Katholiken, der Kirche wieder näher zu kommen.“

Steffi Schreiber sieht das ähnlich. Sie hofft, dass durch den Umbau wieder junge Familien in die Kindergottesdienste gelockt werden, denn jetzt sei die Kirche „wirklich gemütlich“ und man sei „viel näher zusammen als vorher“.

Theo Steinröx hält den eingeschlagenen Weg ebenfalls für richtig. Der Umbau sei sinnvoll gewesen. Doch er appelliert auch an die Bürger, den neu gewonnenen Schwung mit in die Zukunft zu nehmen: „Ob die Kirche in Konzen weiterhin Bestand hat, hängt nun von den Beinen und Köpfen ab, die zu den Messen kommen.“ Am stärksten müsse sich da etwas bei den jüngeren Generationen tun.

Monika Breuer, Gemeindereferentin der GdG Monschau, ist besonders fasziniert von der Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer, die mit angepackt haben: „Es waren ja wirklich alle Generationen vertreten.“ Mit Heinz Kreitz konnte das Projekt sogar einen ehemaligen Kritiker für sich gewinnen: „Es ist einmalig gelungen. Alle Achtung an die Helfer. Alle hier sind hellauf begeistert. Das ist mal eine volksnahe und schöne Kirche geworden“.

Gefragte Fotodokumentation

Peter Jung, Ortskartellvorsitzender, ist mit dem Resultat ebenfalls sehr zufrieden: „Ich habe von Anfang an voll dahinter gestanden und habe das Projekt jetzt vier Monate fast täglich mit meiner Kamera begleitet. Ich habe es wachsen sehen und dadurch ist auch meine Zustimmung mit jedem Tag weiter gewachsen.“

Seine Fotodokumentation konnten die Besucher in drei prall gefüllten Ordnern oder über eine Diashow bewundern. Doch der Andrang auf die Bilder war groß, jeder wollte einen Blick auf sie werfen, so dass nicht alle zum Zug kamen oder nur sehr kurz schauen konnten. Aus diesem Grund hat Jung angeboten, seinen Ordner zu verleihen, „damit man zu Hause mal in Ruhe gucken kann“. Interessierte können sich gerne bei ihm melden (Tel. 02472/1884). In nächster Zeit soll außerdem ein weiterer Ordner fest in der Kirche ausgelegt werden.

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