Lisa Merkens wird endlich Königin

Von: M. S.
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Lisa Merkens (vierte von links) ist Königin der Imgenbroicher Schützenbruderschaft 2016/17. Sie musste vor den Titelehren in einem „Herzschlag-Finale“ ihren (fast) ebenbürtigen Vereinskameraden Tim Tillmann (links) besiegen. Foto: Manfred Schmitz

Imgenbroich. „Dann hole ich mir den Titel eben im nächsten Jahr“, hatte Lisa Merkens, 2. Brudermeisterin der Imgenbroicher St.-Hubertus-Schützen, im Sommer 2015 prophezeit. Damals schnappte ihr Peter Franzen die Ehrenkette eines Ömscher Königs nach spannendem Duell mit dem letzten Holzspan weg. Diesmal machte Lisa es ihrerseits erneut spannend.

Beim sonntäglichen Königsvogelschuss auf der Schießanlage „Rahm“ lieferte sich die 26-jährige Tischlermeisterin ein packendes Herzschlag-Finale mit ihrem ebenbürtigen Konkurrenten und Vereinskamerad Tim Tillmann. Und sie siegte mit der 84. Kugel aus der Donnerbüchse, deren Treffer aus dem massiv gebauten Kunstadler rasch einen Torso machten. Lisa Merkens ist seit 2011 eine Ömscher Hubertus-Schützin, mehrere Jahre leistete sie Vorstandarbeit als zweite Geschäftsführerin.

Ihr jüngster und größter Triumph wurde spontan gebührend gefeiert. Mit Trommelwirbel und fröhlichen Klängen zum Spiel vereinigter Trommler- und Pfeiferkorps aus Imgenbroich, Monschau und Mützenich hatte das Schützenfest begonnen. Galt es doch, dem scheidenden König Peter mit Dank für dessen erfolgreiches Amtsjahr in dessen Residenz Aufwartung zu machen. Nach der letzten Audienz in Peters Regentschaft hieß es unter Regie des Kommandanten Rudi Knein „Helm ab zum Gebet!“ Auszeichnungen gab es für Leistungen der jetzt abzulösenden Ex-Majestät Peter und Jungprinz Marcel Winter.

Eva Franzen mit dem 37. Schuss

Drei Kandidaten rangen um die Meriten der zielsichersten Jungschützen 2016: Eva Franzen wie die Brüder Marcel und Dirk Winter. Marcel war Titelträger aus 2015. Er erbeutete diesmal mit dem 15. Büchsenknall den Reichsapfel des Greifs. Ihm hatte Eva Franzen mit Donnerschlag sieben bereits das Zepter entrissen, dann machte sie auch den „großen Rest“ klar. Dreimal bereits war das tüchtige Nachwuchstalent Schülerprinzessin, jetzt schaffte Eva in der Jungschützenklasse mit dem 37. Streich den Vorstoß in neue Dimensionen.

Zum Abschied vom gern ausgeübten Amt wusste König Peter, was er seinen Untertanen schuldig war. Er landete einen Blattschuss, mit dem er dem Wappenvogel die Krone vom Kopfe schoss.

Sachkundig moderiert wurden die Wettbewerbe von Geschäftsführerin Andrea Franzen; die Schießleitung lag bei Franz Tings und Heiko Winter. Die vielfach ausgezeichnete Tellin Monika Michaux erstritt mit dem 29. Kracher das Zepter in der Hauptdisziplin, Robert Schreiber machte den Reichsapfel zum Fallobst.

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