Lionsclub Monschau unterstützt Reittherapie in Eicherscheid

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Eicherscheid. Ein Pferd als Therapeut? Schon seit Jahren bietet Kerstin Keus für die Kinder der Förderschule in Eicherscheid Reitherapie an. Sie ist ausgebildete Reittherapeutin, Reitpädagogin und Ausbilderin für Behindertensport.

Einmal pro Woche kommt sie nach Eicherscheid, unterstützt wird sie von Ursula Ribbrock, Lehrerin an der Förderschule und ebenfalls ausgebildete Reitpädagogin.

Die Vorauswahl der Kinder, die für eine Reittherapie infrage kommen, erfolgt an der Schule. Ausgewählt werden Kinder, die im Schulalltag nicht „funktionieren“, die ein gestörtes psychosoziales Verhalten aufweisen, Aggressionstendenzen zeigen, Lernschwierigkeiten oder ein gestörtes Körperbewusstsein haben. Zurzeit befinden sich je vier Kinder in drei Gruppen in der Therapie.

Neben dem eigentlichen Reiten, gehe es insbesondere um sämtliche Aktivitäten rund um das Pferd, sagt Keus. Die Kinder lernen, das Tier in seinem natürlichen Umfeld zu beobachten, es zu pflegen, zu füttern, Verantwortung zu übernehmen, das Pferd als „Partner“ zu begreifen und mit ihm zu kommunizieren. Das Reiten selbst schafft einen intensiven Kontakt zum Pferd, besonders dadurch verstärkt, dass die Kinder ohne Sattel reiten.

Die Vertreter des Lionsclubs Monschau, Hans-Peter Drews als Vorsitzender des Lions Hilfswerk und Dr. Albert, Past-Präsident des Clubs, überreichten jetzt einen Scheck in Höhe von 1680 Euro. Sie zeigten sich beeindruckt von der Intensität und dem Ernst der Kinder im Umgang mit den Pferden.

Viele Fragen nach der Effektivität dieser Therapieform, nach den Langzeitwirkungen und nach der wissenschaftlichen Absicherung der Reittherapie wurden gestellt. Umfassend und kompetent gab Keus, die in Aachen auch das Therapiezentrum „Abenteuerland“ leitet, Auskunft.

Die Kinder, die an einer solchen Therapie teilgenommen haben, das bestätigte auch Ribbrock würden oft eine Verbesserung ihres Sozialverhaltens, einen besseren Umgang mit ihren Ängsten und Frustrationen, eine Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und eine erhöhte Fähigkeit zur Gruppenintegration und Teamarbei zeigen.

Den Kindern macht diese Form des „Unterrichts“ offensichtlich großen Spaß. Vor einer Teilnahme sind die Einwilligung der Eltern und eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung notwendig.

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