Lions-Club spendet Sitzkissen für kleine Leser an die Stadtbücherei

Von: mon
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20 neue Sitzkissen vom Lions-Club Monschau sorgten für Freude: Achim Pröpper, Büchereileiterin Beatrix Reichardt und Detlef Müller-Böling (hinten, v. li. nach re.) freuen sich in der Stadtbücherei Monschau gemeinsam mit den Kindern. Foto: V. Monterey

Monschau. „Kinder sind die Grundlage der Gesellschaft“, ist Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Präsident des Lions-Club Monschau, überzeugt. Diese an das Lesen heranzuführen, sei etwas „ganz besonderes“. Daher hat nun der Lions-Club Monschau rund 940 Euro dem Förderverein der Stadtbücherei Monschau übergeben, um 20 neue Sitzkissen für die kleinen Leser der Stadtbücherei Monschau anzuschaffen.

„Das habe ich mir schon immer gewünscht“, freute sich Diplom-Bibliothekarin Beatrix Reichardt, als das Geschenk, eben jene zwei praktischen Rollwagen mit jeweils zehn neuen, blauen und roten Sitzkissen aus speziellen Schaumstoff, durabel und waschbar und den Sicherheitsstandards entsprechend, in Gegenwart der Sponsoren und Mitglieder des Fördervereins enthüllt wurden.

Die bequemen Sitzkissen sollen insbesondere für Veranstaltungen genutzt werden, in denen Kindern die Welt der Literatur eröffnet wird: Führungen durch die Stadtbüch.

Zugegen waren Micha Kreitz, Vorsitzender des Fördervereins, („Wir sind froh, dass der Lions-Club als erster großer Sponsor diese Spende ermöglicht hat“), und Achim Pröpper, Mitglied des Lions Clubs.

Zugegen waren aber auch Familie Jansen, Mutter Susanne mit ihren Kindern Peter, Judith und Rebecca, die jene bunten Kissen gleich ausprobieren durften.

Wenig später trudelten zur anschließenden kostenlosen Lesung mit Rosa und Thorsten Wirtz die Krimifans ein, rund 40 an der Zahl. Das Autorenpaar aus Nettersheim las an diesem Abend aus ihrem im Jahre 2012 mit dem Jacques-Berndorf-Preis ausgezeichneten Debütroman „Die Kunst der letzten Stunde“, ein Kriminalroman aus der Eifel.

Gespannt warteten die Krimifans auf die Autoren, die in Gemeinschaftsarbeit, aus der Perspektive zweier Ich-Erzähler Auszüge aus dem ausgezeichneten Roman vorstellten. „Wir haben von der Lesung in der Zeitung erfahren“, berichteten Doris Frank und Johannes Wankom aus Stolberg. Insbesondere Krimis mit „Lokalkolorit aus der Eifel“ würde sie interessieren.

Ein Mann auf offenem Feld wird von einem Doppeldeckerflugzeug verfolgt, unverkennbar angelehnt an Cary Grant in „Der unsichtbare Dritte“ von Altmeister Alfred Hitchcock. Dass aber auch ein Modellflugzeug mit 200 Kilometer die Stunde einen Menschen niederschmettern kann, kennt man nicht. Auch nicht, dass sich ein erfolgreiches Autorenehepaar aus Nettersheim, hier Malu und Markus Poschen, ein Autorenehepaar mit Hund Gandhi und Sohn Jimmy beim Nordicwalking über einen schwer verletzten Lokalpolitiker und Kunstlehrer stolpern, der eventuell von den Gegnern der neuen Schulpolitik attackiert wurde oder aber auch, weil er angeblich eine Affäre mit einer Schülerin des Gymnasiums hatte, ist weniger klassisch. Die Poschens beginnen nachzuforschen, jeder in einer anderen Richtung.

Ebenso komisch, wie das Buch, ist auch die Lesung. Rosa und Thorsten Wirtz schlüpften originalgetreu in die Rolle des Ehepaars Poschen und sorgten beim begeisterten Publikum für einen Lacher nach dem anderen.

Noch eine Zugabe

Als Zugabe gab es am späten Abend noch eine Kostprobe aus dem zweiten Buch, das im Dezember erscheinen wird. Darüber hinaus standen die „Poschens“, im wahren Leben Redakteur bei einem Wochenblatt und Buchhändlerin, den Gästen Frage und Antwort. „Wir haben 15 Jahre gebraucht, um die Idee zu realisieren“, berichteten die Autoren. Entstanden seien die Dialoge „bei Spaziergängen durch die Eifel“. Und was die gemeinsame Arbeit betrifft: „Zu zweit macht es nur halb so viel Arbeit“, so Thorsten Wirtz verschmitzt. „Unheimlich professionell“ und „hervorragend präsentiert“ lobte Detlef Müller-Böling die Autoren während der anschließenden Buchsignierung. „Nie hätte ich bei einem Krimi an so etwas Lustiges gedacht“, so auch Tanja Isaac aus Monschau, „sehr unterhaltsam und lebendig erzählt“.

Den Sohn der „Poschens“ gibt es natürlich auch, Jonathan Wirtz, der mit Freundin Lara Roosen bei der Lesung nicht ohne Stolz zugegen war. Viele Charaktere (auch die Katze) aus dem Buch fände man im Freundeskreis der Familie wieder (den Hund allerdings nicht). Und: „Ja, so lustig geht es oft bei uns zu Hause zu“. Der 245 Seiten starke Krimi „Die Kunst der letzten Stunde“ von Rosa und Thorsten Wirtz, erschienen im KBV, ist im Buchhandel für 9,50 Euro erhältlich.

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