Lifte erwachen wieder aus dem Winterschlaf

Von: P. St.
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Mit vereinten Kräften musste dieses Auto am Skizentrum Rohren in die richtige Parkpositionen befördert werden. Foto: P. Stollenwerk
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Am Skihang in Rohren wurde nach fast zweijähriger Pause wieder der kleine Lift in Betrieb genommen.
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Auf dem Dach landete dieser Wagen auf der K 25 oberhalb von Widdau.

Nordeifel. Aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage in Verbindung mit überfrierender Nässe war eine Vielzahl von Straßen im Gebiet der Städteregion stark vereist. Insbesondere an den Steigungs- und Gefällstrecken meldeten Verkehrsteilnehmer zum Teil extreme Beeinträchtigungen.

Dennoch ereigneten sich laut Polizei im gesamten Gebiet der Städteregion bis Sonntagabend nur sechs witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Dabei entstand ein geschätzter Schaden von ca. 20.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Besonders kritisch war die Situation auf den Straßen der Nordeifel am Montagmorgen. Kurze und heftige Schneeschauer in Verbindung mit Windböen machte es auch für die Räumdienste schwer, alle Straßen gleichzeitig zu bedienen.

Auf der B 258 im Bereich Wahlerscheid erwischte es einen Lkw, der von einer Windböe getroffen und anschließend in den Seitengraben gedrückt wurde. Auf der B 266 in Höhe Schöne Aussicht hatte sich auf der schneebedeckten Fahrbahn ein Lkw festgefahren. Die K 25 zwischen Rohren und Imgenbroich musst oberhalb der Ortslage Widdau für rund eine halbe Stunde gesperrt werden, weil hier ein Wagen auf dem Dach gelandet war. Der Fahrer aus Belgien hatte von Rohren kommend rechts auf dem Parkplatz an der Lourdes-Grotte angehalten. Als er seine Fahrt fortsetzen wollte, geriet er auf dem Parkplatz zu weit nach links, rutschte in die Böschung, so dass der Wagen sich überschlug und kopfüber auf der Fahrbahn liegenblieb. Bei allen erwähnten Unfällen wurden keine Personen verletzt.

Seit dem vergangenen Samstag sind auch die Räum- und Streudienste unentwegt im Einsatz. In diesem Winter wurden bereits 1000 Tonnen Salz auf die Straßen verbracht; weitere 1000 Tonnen hat Bruno Alzer, Betriebsleiter der Straßenmeisterei Simmerath, bereits nachgeordert. Für die kommenden Tage und den Jahreswechsel rechnet er mit geringem Neuschnee und leichtem Frost. Das heißt für seine Leute, dass sie sich weiterhin bereit halten müssen. Bruno Alzer: „Die Situation ist noch überschaubar. Wir sind längst noch nicht an unsere Grenzen gestoßen.“

Nachdem im vorigen Winter wegen des ausbleibenden Schnees kaum Einsatzstunden anfielen, ist für die Straßenmeisterei jetzt wieder der gewohnte Winterbetrieb gestartet.

Prompt hatten auch die ersten Beschwerdeführer ihren Einsatz, die sich über angeblich mangelhaft geräumte Fahrbahnen oder zu späte Räumung beklagten. „Das muss sich alles wieder einpendeln. Die Leute sind den Winter nicht mehr gewohnt“, bleibt Bruno Alzer gelassen. Umso erfreulicher sei es dann, wenn sich, wie am Montag geschehen, ein Bürger bei der Straßenmeisterei gemeldet habe, der ausdrücklich den „umsichtigen Räumdienst“ gelobt habe.

In kurzen Abständen auftretende Schneeschauer machten es oft schwierig, überall für perfekt geräumte Straßen zu sorgen. „Wenn wir unsere Runde gedreht haben, fangen wir praktisch wieder von vorne an.“

An den Winter gewöhnen muss man sich auch wieder im Skizentrum Rohren, wo nach fast zweijährigem Winterschlaf am Montag zumindest der kleine Lift wieder in Betrieb genommen wurde. Die erste Welle der Schneebegeisterten ließ somit auch nicht lange auf sich warten. Auch am Rodelhang tobten sich Groß und Klein aus. Wer es ruhiger liebte, der wich auf den Vennbahnweg aus, der aus Sicht der Langläufer auch seine Wintertauglichkeit unter Beweis gestellt hat.

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