Liebeserklärung an die Eifeler Buchenhecken

Von: hes
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Höfen. Im „Heckendorf schlechthin“ geriet Udo Thorwesten regelrecht ins Schwärmen: „Die Buchenschutzhecken im Monschauer Land sind Schutz und Blickfang zugleich, sie sind Zeitzeugen und Gesundmacher für Körper und Seele, sie sind eine wahre ökologische Autobahn und sie sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für die Eifel, weil es sie in dieser Größe und Häufigkeit nirgendwo in Deutschland und in der ganzen Welt gibt.“

Anlass zum Lobgesang des Vertreters der Unteren Landschaftsbehörde war wieder einmal die jährliche Heckenprämierung, mit der die Städteregion den Besitzern und Pflegern des Landschaftsmerkmals zeigen möchte, „dass die Allgemeinheit froh und dankbar ist für jeden, der eine Eifeler Schutzhecke hegt und pflegt, obwohl das mit viel Arbeit verbunden ist.“ Die Euro-Prämien, die dabei je nach Benotung – von knapp 30 Euro für eine „1“ bis zirka 5 Euro für eine „4“ – vergeben werden, seien da nur als symbolische Anerkennung anzusehen sagte Thorwesten.

„Höfen hat viel Wald im Dorf“

Bei der zweieinhalbtägigen Bereisung hatte er gemeinsam mit Stefan Pauls (Landschaftsbeirat) und Klaus Hilgers (Eifelverein) sage und schreibe 673 Hecken alleine in den sieben Dörfern der Stadt Monschau zu bewerten. Naturgemäß hatte man dabei alleine im Heckendorf Höfen, wo sogar die Grundschule „Heckenlandschule“ heißt, rund 150 Hecken zu begutachten, von denen 36 eine „1“, 45 eine „2“ und 46 eine „3“ bekamen.

„Hier in Höfen ist wahrlich viel Wald im Dorf“, sagte Thorwesten, nannte aber auch beeindruckende Zahlen für andere Stadtteile: Mützenich hat zwar „nur“ 19 Einser-Hecken, dafür aber 50 mit Note „2“ und 33 mit Note „3“. Auch Kalterherberg (17–43–45) und Konzen (12–34–45) schmücken viele schöne große Hecken, und auch in Rohren und Imgenbroich werden viele tolle Schutzhecken gepflegt.

„Was ist das für eine Lebensqualität im Schutze einer Hecke, die als Sauerstoffproduzent eine so wichtige Funktion im bebauten dörflichen Bereich übernimmt, ganz anders als ein paar armselige Blumenkübel in Aachen“, übertrieb Thorwesten ganz bewusst.

Stefan Pauls und Klaus Hilgers hatten beobachtet, „dass erfreulich viele Neubesitzer, oft auch junge Leute, die Hecken nicht stutzen, sondern sie weiter hegen und pflegen. Das ist nicht selbstverständlich, so die Jurymitglieder.

Im nächsten Jahr sind nun wieder die Schutzheckenbesitzer in den Gemeinden Roetgen und Simmerath an der Reihe.

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