Lichtblitze zum Schutz von Mensch und Tier

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Günther Rademacher stattet die Leitpfosten an Unfallschwerpunkten in den Jagdrevieren in Roetgen mit bläulich funkelnden Reflektoren aus: Das soll die Tiere von der Straße fernhalten. Foto: Josef Ramacher

Roetgen. Jäger der Kreisjägerschaft Aachen haben an den Leitpfosten unfallträchtiger Straßenabschnitte in Roetgen blaue Wildwarnreflektoren angebracht. Besonders in der Dämmerung und in der Nacht kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen mit Rot-, Reh- oder Schwarzwild.

Die vom Landesbetrieb Straßenbau NRW zur Verfügung gestellten Wildwarnreflektoren sollen zukünftig die Wahrscheinlichkeit solcher Zusammenstöße verringern. „Die Reflektoren lenken das auftreffende Scheinwerferlicht herannahender Fahrzeuge so um, dass warnende Lichtblitze breit gestreut in das Gelände hinein strahlen. Die Scheinwerfer erzeugen auf diese Weise Lichtbarrieren, die das Wild auf ihren natürlichen Wechseln vor der Gefahr warnen. Die Tiere zögern oder suchen sich lieber einen anderen Weg“, erklärt Revierpächter Josef Ramacher. Wird dann noch mit einer angepassten Geschwindigkeit gefahren, können viele Wildunfälle vermieden werden.

Ein Zusammenprall mit einem Reh, einem Wildschwein oder gar einem Hirsch verursacht in der Regel einen erheblichen Sachschaden am Fahrzeug und nicht selten auch Personenschäden. Von einem Wildunfall kann jeder Verkehrsteilnehmer betroffen sein. Rund 700 Wildunfälle passieren täglich in Deutschland. Ist man mit einem Tier kollidiert, sollte man auch aus tierschutzrechtlichen Erwägungen immer unverzüglich die nächste Polizeidienststelle kontaktieren und die Anstoßstelle neben der Fahrbahn markieren.

Auch bei einem geringen Schaden am Auto kann das verunfallte Wildtier schwer verletzt worden sein und unter heftigen Schmerzen leiden. Nur ein Jäger mit ausgebildetem und geprüftem Nachsuchenhund ist in der Lage und befugt ein solches verletztes Tier zu finden und gegebenenfalls von seinem Martyrium, zu erlösen.

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