Licht und Wärme im winterlichen Höfen

Von: P. St.
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Eine vorweihnachtliche Stunde mit Musik bot das Sparensemble in der Pfarrkirche St. Michael Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Während sich draußen der Schnee türmte, war der Kirchenraum erfüllt von Harmonie und Wohlklang, der Herzen, Hände und Füße erwärmte. Das Höfener Sparensemble hatte zum vierten mal zu einem musikalischen Intermezzo eingeladen, um bei einer vorweihnachtlichen Stunde in der Pfarrkirche St. Michael Höfen mit Musik „zur Ruhe zu kommen”.

So lautete auch der Wunsch des Gesangsquartetts aus Höfen, den meisten wohl mehr bekannt als musikalische Eifeler Originale von den Karnevalsbühnen. Doch auch im ernsten Fach können Heino Breuer, Dorothe Breuer, Ralf Dederichs und Stefan Jansen bestens bestehen, wie sie bei ihrem gut einstündigen Auftritt im Wechsel von Gesangsdarbietungen und Textbeiträgen unterstrichen.

Die widrigen Wetterumstände hatten aber wohl manchen Ruhebedürftigten davon abgehalten, den Weg in die nur knapp zur Hälfte gefüllten Kirche zu finden.

Vor der mächtigen Landschaftskrippe rückte das Quartett in dunklen Anzügen zusammen und stimmte die Besucher mit mehrstimmigen Gesang und dem Stück „Was soll das bedeuten?” auf eine besinnliche Stunde ein. Die Botschaft des Abends lautete, die Probleme des Alltags für eine Weile ruhen zu lassen, wieder „Freude an Weihnachten” zu gewinnen, statt sich mit quälenden Fragen zu beschäftigen wie: „Was soll ich kochen? Was soll ich schenken? Muss ich schon wieder schaufeln?”

Mit dem Stück „Jouluingel” wagte sich das Sparensemble auch an ein musikalisch anspruchsvolles estnisches Weihnachtslied, während das bekannte „Mary´s Boychield” mit Gospel-Elementen leicht swingend zum Vortrag kam. Die Lieder, darunter viele immer wieder gern gehörte weihnachtliche Melodien, kamen in der Regel mit dezenter musikalischer Begleitung aus.

Dazwischen wurden die Zuhörer stets durch nachdenkliche Texte daran erinnert, wie leicht man sich durch materielle Verlockungen davon ablenken lässt, den tieferen Sinn des Weihnachtsfests noch einmal in den Blickpunkt zu rücken.

Da war von der Sehnsucht nach Wahrheit und Freiheit die Rede und einem unverstellten Blick auf die Welt, wie man sie noch als Kind kannte, zusammengefasst in dem ehrlichen Wunsch: „Ich möchte wieder einfach leben.” Nicht Geld ausgeben führe zum Glück sondern „Licht und Wärme.”

Absolut keine Sorgen musste sich das Quartett machen, dass der gesanglich vorgetragene Wunsch „I´m dreamin´ of a white Christmas” diesmal nicht in Erfüllung geht.

Fast ehrfürchtig wurde der Gospel-Klassiker „Kumba ya my Lord” angestimmt, um dann kraftvoll auszuklingen, während das bekannte „War is over” mit vielen Emotionen angereichert wurde und bei den Zuhörern einen starken Eindruck hinterließ.

Ehrlich und konzentriert trug das Sparensemble seine Gesangs-stücke vor und war so sehr bei der Sache, dass man sogar vergaß, die vier am Altar bereitgestellten Trinkgläser anzurühren.

Mit viel Beifall dankten die Zuhörer dem Sparensemble für diese wirklich besondere musikalische Stunde, ehe dann als Zugabe der Weihnachtsklassiker aller Klassen, „Stille Nacht”, das Konzert abrundete.

Beim Hinausgehen erhielt jeder Besucher noch einen kleinen Weihnachtsgruß und zugedachte Spenden werden an den singenden Hirten Reiner Jakobs weitergegeben, der den Erlös der Landschaftskrippe wieder der Kinderkrebshilfe im Klinikum Aachen zur Verfügung stellen wird.
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