Licht aus Betlehem angekommen

Von: heg
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Mit ihren Betreuern, darunter Anna Kühnel (links), die mit drei Pfadfinderinnen das Friedenslicht von Wien nach Aachen geholt hatte, brachten die Roetgener Wichtel die Flamme zu Bürgermeister Manfred Eis in das Rathaus und anschließend auch in die Pfarrkirche. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Schon seit Ende der 90er Jahre ist es in Roetgen Tradition, dass die Jungen und Mädchen vom Stamm Roetgen der St.-Georgs-Pfadfinderinnen (PSG) am Montag nach dem 3. Advent das Friedenslicht in das Rathaus bringen. Auch in diesem Jahr stattete ein Dutzend Wichtel aus der jüngsten Pfadfindergruppe Bürgermeister Manfred Eis einen Besuch ab, um mit der Flamme aus der Geburtsgrotte in Bethlehem eine Kerze zu entzünden.

Anschließend trugen sie das Friedenslicht auch in die Pfarrkirche. Jeder ist eingeladen, es von dort nach Hause zu holen und als Zeichen des Friedens an Nachbarn, Freunde, Verwandte und Bekannte weiterzugeben.

Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Frieden gewinnen alle“, berichtete Anna Kühnel, die gemeinsam mit drei weiteren Pfadfinderinnen aus Roetgen und Aachen das Friedenslicht in Wien in Empfang genommen und nach Aachen gebracht hat. Wie der olympische Gedanke im Sommer die Menschen weltweit vereinte, solle sich auch jetzt mit dem Symbol des Lichtes Frieden und Völkerverständigung verbreiten, gab sie einige Gedanken aus dem Aussendegottesdienst in der Aachener Kirche St. Michael wieder. Hier war das Friedenslicht am Sonntag an viele weitere Pfadfinder-Delegationen aus der ganzen Region verteilt worden.

Weil die Kinder ganz unter dem Eindruck des Massakers an der amerikanischen Grundschule standen, gab ihnen der Bürgermeister mit auf den Weg: „Frieden fängt im Kleinen an und heißt auch, vernünftig mit seinen Mitmenschen umzugehen“. Der Bürgermeister mahnte deshalb die Kinder, zum Beispiel darauf zu achten, dass in der Familie, der Schule oder dem Verein niemand ausgegrenzt wird.

Das Friedenslicht aus Betlehem ist eine Aktion, die 1986 vom oberösterreichischen Landesstudio des ORF ins Leben gerufen wurde. Es ist eine Spendenaktion mit dem zu teilenden Licht als spezielles Zeichen. Mittlerweile ist das ORF-Friedenslicht aus Betlehem in mehr als 30 europäischen Ländern zu einem neuen Weihnachtsbrauch geworden. Im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ unterbreitete die Künstlerin Ada Brandstetter die Idee, ein Licht als Symbol des Friedens an die Unterstützer der Aktion zu verteilen. Das Licht wird in der Vorweihnachtszeit von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem entzündet und per Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht. Von dort aus wird es nach einem Aussendungsgottesdienst weiter auf den Weg geschickt.

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