Lesung: Die Annäherung eines Städters an das Landleben

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Bernd Imgrund ist bei der Lit.Eifel zu Gast und liest am Freitag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, im Vennlandhof in Höfen aus seinem Buch „Mein Haus in der Eifel – Von einem der auszog, Batralzem zu trinken“. Foto: B. Thoben

Höfen. Wenn Bernd Imgrund am Freitag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr im Vennlandhof in Höfen aus seinem Roman „Mein Haus in der Eifel – Von einem der Auszug, Batralzem zu trinken“ im Rahmen des Literaturfestival Lit.Eifel liest, ist das im Hillesheimer KBV-Verlag erschienene Buch keinen Monat alt.

In ihm schildert der Autor die Annäherung eines Städters an das Landleben, denn seit Kurzem ist der Kölner stolzer Besitzer eines Wochenendhauses in Kyllburg.

Damit folgt Imgrund beinahe schon einer Tradition bei der Lit.Eifel: Bereits vor zwei Jahren war er zu Gast, damals las er in der denkmalgeschützten Oleftalbahn aus seiner ebenfalls taufrischen Reisereportage „Kein Bier vor Vier. Meine 100-tägige Kneipentour durch die Republik“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

In seinem fast 300 Seiten umfassenden neuesten Werk erzählt Imgrund von seinem mit Bohrhammer und Tapeziertisch geführten Kampf gegen PVC-Böden, feuchte Mauern, rissigen Putz und morsche Balken.

Den Zustand des Hauses als „im Dornröschenschlaf“ zu bezeichnen, ist offenbar arg romantisierend, wenn man Imgrunds Beschreibungen von weggefressenen Dielen, zerborstenen Scheiben und Madenbefall in dem Bereich, wo früher der Herd stand, liest. „Aber der Ausblick war fantastisch!“, schreibt der Autor. Der Autor hat sich mit dem Kauf des Hauses einen Traum erfüllt.

Von der Renovierung handelt „Mein Haus in der Eifel“ – aber eben auch von den aus Sicht eines Städters schrägen Gestalten in der Eifel, die den handwerklichen Fortschritt kritisch kommentieren, Renovierungstipps geben und – wenn alle Stricke reißen – mit einem Schnaps aushelfen, der den schier unaussprechlichen Namen „Batralzem“ trägt.

Bernd Imgrund wurde 1964 in Köln geboren und mit Kölsch getauft. Er war Messdiener, totaler Kriegsdienstverweigerer und politischer Redakteur bei der „StadtRevue“.

In seinen mehr als 20 Romanen beschäftigt er sich mit Kneipen, Tischtennis und der männlichen Psyche. Sein Buch „111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss“, erschienen im Emons-Verlag, verkaufte sich mehr als 100.000 mal. Außerdem verfasste er mit Musiker und Schauspieler Tommy Engel dessen Autobiografie „Du bes Kölle“ (Kiepenheuer & Witsch).

Der Eintritt zur Lesung im Vennlandhof, Hauptstraße 97, Höfen, kostet 12 und ermäßigt 6 Euro.

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