Leserforum zum Thema Motorradlärm: Gibt es eine Lösung?

Von: P. St.
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Mehr Kontrollen oder Streckensperrungen? Um das Thema Motorradlärm in der Eifel geht es Sonntag zwischen 11 und 12.30 Uhr auf dem Gelände der Biker-Ranch in Strauch. Foto: Archiv/P.Stollenwerk

Nordeifel. Motorradfahren in der Eifel ist in jedem Sommer ein großes Thema. Sobald das Wetter schöner wird, steigt auch der Geräuschpegel. Auch in diesem Jahr hat die Diskussion schon wieder Fahrt aufgenommen.

Für den ersten Aufschlag bei diesem Thema sorgte Anfang März die Gemeinde Simmerath mit einem Motorrad-Symposium in Rurberg.

Im Rahmen der großen Leserumfrage der Tageszeitung unter dem Motto „Was bewegt Sie?“ möchte auch die Lokalredaktion Nordeifel das Thema Motorradlärm in der Eifel aufgreifen.

Dabei soll es nicht um eine weitere Polarisierung gehen, sondern darum, mit praktikablen und eventuell kurzfristig umsetzbaren Lösungsvorschlägen für Entspannung bei den gegensätzlichen Positionen zu sorgen

Unter dem Motto „Motorradlärm in der Eifel – Miteinander statt gegeneinander“ soll die emotionale Thematik im Rahmen eines Diskussionsforums am Sonntag, 17. Mai, aufgegriffen werden. Die Gesprächsrunde findet dort statt, wo sich viele Eifel-Biker treffen, auf dem Gelände der Biker-Ranch in Strauch. Motorradfahrer und kompetente Gesprächspartner sollen hier zwischen 11 und 12.30 Uhr zu Wort kommen.

Vier Gesprächspartner

Unter Moderation von Redakteur Peter Stollenwerk wurden als Gäste der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Bernhard Kleefisch, Leiter der Direktion Verkehr bei der Polizei Aachen, Klaus Partsch als stellv. Vorsitzender der Biker-Union sowie Detlef Wurst, Besitzer des Kurpark-Hotels in Gemünd und Mitglied im Vorstand des Fördervereins Nationalpark Eifel als Vertreter der Gastronomie eingeladen, die im Dialog mit den Bikern Lösungsmöglichkeiten diskutieren sollen, um zu einem verträglichen Miteinander finden. Auf Antworten und Vorschläge beim Diskussionsforum auf der Biker-Ranch darf man gespannt sein.

Das Thema Motorradlärm wurde zuletzt wie erwähnt bei einem Symposium, das Anfang März in Rurberg stattfand, aufgegriffen. Gemeinsam mit 19 anderen Kommunen aus NRW und Rheinland-Pfalz wurde dabei ein Forderungskatalog aufgestellt, der das bestehende Recht ergänzen soll.

Gefordert wird unter anderem, dass die neuen EU-Lärmvorschriften für Motorräder nicht nur für Neufahrzeuge, sondern auch für Altfahrzeuge gelten sollen.

Außerdem soll eine absolute Schallobergrenze sowohl für Standgeräusche als auch für Fahrgeräusche von Motorrädern gelten. Gefordert wird ferner die Einführung von einfach anzuwendenden, gerichtsfesten Messverfahren, die Einführung von Frontkennzeichen für Motorräder und die Einführung einer echten Halterhaftung im fließenden Verkehr für verkehrs- und unfallgefährdende Verstöße von Motorradfahrern.

Es solle zudem eine jährliche Pflicht zur Überprüfung der Geräuschemissionen von Motorrädern im Rahmen einer TÜV-Untersuchung eingeführt werden.

Schließlich wird die Zulässigkeit von Straßensperrungen aus Lärmschutzgründen gefordert.

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