Leiter der Tischtennisabteilung erinnert sich an die Anfänge

Von: P. St.
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Im Kreise des Vorstandes der Tischtennis-Abteilung des TSV Kesternich wurde der Gründer der Abteilung, Ludwig Wirtz (vorne) jetzt aus der Führungsriege verabschiedet. Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Am Anfang waren es ein paar zusammengeschobene Tische im Saal Breidenich und notdürftig gebastelte Netze, die den Tischtennisbegeisterten in Kesternich genügen mussten. Aber auch vor knapp 50 Jahren dürfte der Spaß am Spiel nicht geringer als heute gewesen sein.

Es war im Jahr 1956, als in Kesternich die Anfänge des Tischtennissports gelegt wurde. Der Mann der ersten Stunde war neben einigen Mistreitern damals Ludwig Wirtz, der von sich selbst sagt, „ein Tischtennis-Verrückter“ zu sein.

Der 73-Jährige ist auch heute noch im Verein aktiv, aber bei der zurückliegenden Versammlung des Tischtennisabteilung des TSV Kesternich erklärte Ludwig Wirtz seinen Abschied aus dem Vorstand, was dieser wiederum zum Anlass nahm, dem verdienten Motor der Abteilung mit einem Abschiedsgeschenk zu danken. „Ohne Dich würde so mancher keinen Schläger in der Hand halten“, lobte Abteilungsleiter Manfred Nießen das langjährige Wirken seines Vorgängers, der insgesamt 33 Jahre Vorstandsarbeit in der Abteilung geleistet hat.

Ein Blumengeschenk gab es aber auch für Ehefrau Luzia, die ihrem Ehemann immer unterstützend zur Seite stand und sich auch selbst stets aktiv in die Abteilung eingebracht hat. Dem Dank an schloss sich auch Dieter Henn, der Geschäftsführer des TSV Kesternich, der seinerseits für die reibungslose Kooperation dankte.

Im Jahr 1981 hatte Ludwig Wirtz die Initiative zur Gründung einer eigenständigen Tischtennisabteilung innerhalb des TSV Kesternich übernommen. Bis 1998 war er deren Leiter, ehe er dann im Vorstand das Amt des Kassierers übernahm. Sein letzter Kassenbericht für 2013 schloss mit einem schönen Überschuss ab, ehe dann mit Matti Kuballa ein junger Nachfolger gewählt wurde. Ludwig Wirtz, vor Jahren bereits zum TSV-Ehrenmitglied ernannt, dankte seinerseits für die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung, aber auch mit dem Hauptvorstand des TSV.

In den 50er Jahren, erzählt Ludwig Wirtz, sei er vom „Tischtennis-Virus“ infiziert worden. „Damals gab es nur Fußball“, erinnert er sich an einen schwierigen Start, denn die Handvoll Tischtennisspieler mussten im Saal bei jeder Trainingsstunde 10 Pfennig abliefern, damit neue Bälle und später die erste Wettkampf-Platte finanziert werden konnten. Den anderen Vereinen im damaligen Kreis Monschau, mit denen man sich bei internen Wettbewerben duellierte, erging es nicht viel besser.

Mit der offiziellen Gründung der TT-Abteilung vor 33 Jahren innerhalb der großen Vereinsfamilie TSV nahm der Tischtennissport in Kesternich dann einen rasanten Aufschwung, und heute zählt die Abteilung 170 Mitglieder, eine Entwicklung, auf die Ludwig Wirtz zu Recht stolz sein kann.

1983 rief er eine Hobbygruppe für Damen ins Leben, die er bis zum heutigen Tage begleitet. Außerdem übernahm der lizenzierte Trainer vor fünf Jahren das Training der Damen-Mannschaft, die derzeit in der Bezirksklasse spielt. Diese Funktion wird er auch weiterhin ausüben. Sein großes Vorbild ist übrigens der ehemalige Weltranglisten-Erste Timo Boll, weil dieser die gesamte Palette des Tischtennissports beherrsche.

Auch nach seinem Abschied aus dem Vorstand wird Ludwig Wirtz der TT-Abteilung weiterhin die Treue halten. Als Spieler für die dritte Mannschaft in der 3. Kreisklasse steht er immer in Reserve, und wenn der TSV in diesem Herbst die Kreismeisterschaften ausrichtet, wird die Abteilung auch bestimmt gerne auf seine Erfahrung zurückgreifen.

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