Leistungsnachweis ist der Höhepunkt des Jahres für die Feuerwehr

Von: M. S.
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Mit Bravour bestanden: Rund 50 Gruppen aus der gesamten Städteregion zeigten beim Leistungsnachweis der Freiwilligen Feuerwehren am Gerätehaus des Löschzuges Konzen/Imgenbroich ihr Können. Foto: Manfred Schmitz
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Seltene Auszeichnung für „Jubilar“ Guido Schmitz (links): Der Löschzugführer wurde für seinen besonderen Einsatz beim Leistungsvergleich mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet. Foto: Manfred Schmitz

Konzen/Imgenbroich. „Das ist die für uns anspruchsvollste Veranstaltung im ganzen Jahreskreis, der absolute Höhepunkt unserer Aktivitäten.“ Guido Schmitz, Löschzugführer der Einsatzkräfte - Gruppen Konzen/Imgenbroich in Monschaus Freiwilliger Feuerwehr, blickt anerkennend zurück auf ein arbeitsreiches Wochenende.

Es stand turnusgemäß im Zeichen eines regelmäßig inszenierten, unerbittlichen Tests auf Herz und Nieren.

Die Löschgruppe Konzen war Gastgeberin eines hochrangigen Leistungsnachweises für Feuerwehren der Städteregion. Entsprechend groß war das Aufgebot im und um das Feuerwehrhaus am Himo, wo Experten für Brand- ,Unfall- und Umweltschutz im friedlichen Wettbewerb Können und Fachwissen miteinander maßen und zudem ihre körperliche Kondition und Ausdauer unter Beweis stellten.

Das Spektakel begann vergangenen Freitag mit einem gelungenen Einstand. Urgestein Ludwig Huppertz, mittlerweile seit 45 Jahren in der Konzener Wehr: „500 Kameraden, Angehörige und Nachbarn fanden sich zum Grillen bei guter Unterhaltung in unserer Zeltstadt ein. Unsere Einladung zum Beisammensein samt Demonstration von im Ernstfall segensreichem Repertoire kam in der Bevölkerung bestens an. Da auch das Wetter mitspielte, fanden viele Kameraden erst um fünf Uhr früh ins Bett, um eine Stunde später wieder hellwach und bereit für die Lösung eines komplexen Aufgabenpensums zu sein.“

Bis zu 50 Gruppen zählte Monschaus Stadtbrandmeister Falk Claßen in Aktion vor Ort, jede Mannschaft war bis zu neun Aktive stark. „Seit 2007“, rechnet Claßen zurück, „fanden diese Treffen allein viermal in der Nordeifel statt, zweimal in Konzen, zudem in Rohren und Höfen. Die Kollegen aus der Kaiserstadt und dem Nordkreis tagen stets gern bei uns in der Nordeifel.“

Samstag zeigten die Teams ihr Können vor den Augen einer kritischen Prüfungskommission. Kernstück ihrer Übungen: In allenfalls fünf Minuten einen perfekten Löschangriff mittels dreier Strahlrohre vorzunehmen. Ein weiterer praktischer Teil beinhaltete den versierten Umgang der Probanden mit Knoten und Stichen. Für sie ist dies Alltag im Ernstfall. Falk Claßen registrierte „Jahr für Jahr bessere Leitungen unserer Teams. Der Test gibt schonungslos Antwort auf die Frage, was heute ein Feuerwehrmann können muss. Die ohnehin durchweg guten Leistungen werden ständig optimiert.“

Stets befänden sich die Kandidaten im Wettrennen gegen die Zeit. Kundiger Umgang mit schwerem Bergungs – und Löschgerät, Theorie und praktisches Wissen rund um das Feuerwehrwesen, so Claßen, rundeten das abzurufende Kompetenzspektrum ab. „Auch die Beantwortung von 30 kniffligen Fragen – je drei pro Mann – gehört zum Bestehen der Prüfung“. Herbert Dondorf, Ausschussvorsitzender für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz im Städteregionstag, wertet die Präsentation am Himo „mitnichten als Spielerei, sondern als die unentbehrliche Probe des Ernstfalles“. Die Wehren der Städteregion seien breit aufgestellt, was sie in Konzen offenbarten, werde in Katastrophen-Einsätzen wie dem aktuellen Hochwasserfiasko an Elbe und Donau dringend gebraucht.

Nicht selten das Leben riskiert

Simmmeraths ehemaliger Gemeinde-Wehrführer Jürgen Förster ergänzte, allein im Raum Magdeburg machten in diesen Tagen 4000 rheinische Wehrleute einen guten, wenn auch schweren Job. Dafür gebühre ihnen Dank und Anerkennung.

Kreisbrandmeister Bernd Hollands, Hans-Josef Hilsenbeck, 1. Stellvertreter des Städteregionsrates, und Monschaus stellvertretender Bürgermeister Peter Theißen nahmen abschließend die Ehrungen erfolgreicher Prüfungsabsolventen mit Urkunden und Rangabzeichen vor. In diesem Zusammenhang lobte Hilsenbeck den Ganzjahreseinsatz der Wehrangehörigen im Sinne ihrer Mitmenschen: „Nicht selten riskieren die Einsatzkräfte dabei ihr Leben!“

Ein seltenes Jubiläum konnte Guido Schmitz von den Konzener Ausrichtern begehen. Zum 20. Mal war er ein Aktivposten beim jährlichen Leistungsvergleich seiner Kameraden.

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