Leichtes Spiel für die Herrscher der Narren

Von: ag
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Da wandert er, der Rathausschlüssel, von der Führungskraft in „normalen“ Zeiten, Margareta Ritter, in die Hand der Narren, stellvertretend in jene von Prinz Georg III. Foto: A. Gabbert

Monschau. Leichtes Spiel hatten die Jecken am Fettdonnerstag beim Sturm auf das Monschauer Rathaus. Als die KG Biebesse mit ihrem Prinzenpaar Georg III. und Marlene I., ihrem Kinderprinzenpaar Neil I. und Katie I. sowie dem Konzener Kinderdreigestirn bestehend aus Prinzessin Marie I., Jungfrau Helena I. und Bauer Maja I. in den Ratssaal einmarschierte, leistete Bürgermeisterin Margareta Ritter nicht lange Widerstand.

Sie begrüße Prinz Georg I. „mit seiner Hausmacht Marlene“, eine Delegation aus der Partnerschaft Bourg-St. Andeol und mahnte zur Vorsicht im Umgang mit Moderator Georg Kaulen, der im Hanfanzug erschienen war.

Die Bürgermeisterin hoffte, im Tausch gegen den Rathausschlüssel das Zepter der Narren zu erringen. Das gaben die Tollitäten aber nicht aus der Hand. Ritter ermunterte die Jecken, zu tun, was sie wollen. Sie sollten ruhig mal schauen, was man besser machen könne. Die Bürgermeisterin mahnte aber auch: „Wenn Ihr ab gleich hier im Rathaus wollt regieren, so dürft Ihr Euch aber auch vor der Arbeit nicht zieren. Viele Anträge und Gesuche gilt es zu beackern, da müssen die Mitarbeiter ganz schön rackern.“

Es gebe eigentlich nur einen Antrag, erklärte der 1. Vorsitzende der KG Biebesse, Jochen David. Man solle die Windräder in Höfen über Karneval abstellen, damit die Jecken in Höfen ohne Sturm feiern könnten. Worauf Ritter kurz daran erinnerte, dass dies nun in der Macht der Narren liege. Prinz Georg hatte sicherheitshalber schon mal Unterstützung für den Bauhof mitgebracht und präsentierte die neuen Mitarbeiter in Arbeitskluft auf der Bühne. Ändern wolle er gar nicht viel, sagte der Prinz und erinnerte daran, „in was für einem schönen Land wir leben“, und dass man stolz darauf sein könne, in Monschau und natürlich insbesondere in Höfen wohnen zu dürfen. „Wir können froh sein, hier friedlich feiern zu können“, sagte der Prinz.

Anschließend stellte sich das Höfener Kinderprinzenpaar vor, und Prinzessin Katie I. rief der Menge zu: „Hallo Leute! Alles klar? Wir sind das Höfener Kinderprinzenpaar!“

Das Kinderdreigestirn aus Konzen stellte umgehend klar: „Konzen wird nun von Mädels regiert, habt Ihr das kapiert?“ Die drei Mädchen hatten eine ganze Reihe von Ideen mitgebracht, wie ihr Heimatort umgestaltet werden könnte. Als Ersatz für den Rodelhang forderten sie eine Skihalle – eine Hüpfburg und ein Riesenrad gehörten ebenso zu ihren Vorstellungen der Ortsgestaltung wie die Einrichtung eines Streichelzoos im Saal von Achim und Elke.

Tollitäten in Tanzlaune

Vor dem Ausmarsch ehrten die Tollitäten den Moderator und die Bürgermeisterin mit ihren Orden, und auch Ludwig Huppertz aus Konzen erhielt den Orden der KG Biebesse für seine Verdienste im Kinderkarneval.

Dann hatten das Tanzmariechen Nora Pontzen und das Kindertanzmariechen Vanessa Roder ihre großen Auftritte, bei denen sie das Publikum mit toller Akrobatik begeisterten. Nicht weniger überzeugte das Konzener Kinderdreigestirn mit seinem Tanz. Zum Abschluss ließen es sich dann die kleinen und großen Narrenherrscher aus Höfen nicht nehmen, auf der Bühne gemeinsam zu singen.

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