Lehrschwimmbecken Schmidt: Entscheidung vertagt

Von: sj
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Die Pläne, das leerstehende Lehrschwimmbecken in Schmidt zu einem Tanzsaal umzubauen, könnten scheitern. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am Dienstag weiteren Beratungsbedarf. Es kam nicht zu einer Abstimmung über die Frage, ob der Umgestaltung zugestimmt werden kann und ob dafür Mittel in Höhe von 20.000 Euro aus der Sportpauschale genutzt werden sollen.

Besonders die Menschen für Nideggen (MfN) sahen noch viele Fragezeichen. Bis zur kommenden Sitzung soll ein Vertragsentwurf vorbereitet werden, in dem mit dem TuS Schmidt alle Details geklärt werden sollen. Ob der Verein noch Interesse hat, bleibt offen.

Zum Hintergrund: Im Sommer hatte eine Bürgerin aus Schmidt in Abstimmung mit dem TuS, der die Turnhalle nutzt, beantragt, über dem Schwimmbecken einen Boden einzuziehen, um den Raum beispielsweise für Zumba-Kurse zu nutzen. Die Kosten für den Umbau wollte sie selbst tragen.

Am 14. Oktober zog sie den Antrag zurück, erklärte sich aber bereit, sich mit ihren Tanzkursen an den Sportverein anzugliedern. Der Verein hatte zugesagt, die über die 20.000 Euro aus der Sportpauschale hinausgehenden Kosten zu übernehmen. Für die Nutzung der Halle wäre eine Gebühr entrichtet worden.

„Wir können nicht absehen, in welche Richtung sich die Kosten entwickeln“, begründete Erwin Fritsch (MfN) den weiteren Beratungsbedarf seiner Fraktion. Es sei beispielsweise nicht geklärt, ob die Stadt nicht bei einer Nutzung der Halle auf Kosten sitzenbleibe und ob die auf ein Schwimmbad ausgerichtete Heizungsanlage auch geeignet sei, eine Sporthalle zu beheizen.

Guido Krause, Schatzmeister des TuS, verfolgte die Diskussion kopfschüttelnd. „Wir hatten mit der Stadt bereits einen Vertrag aufgesetzt, die Fragen der Kostenübernahme waren geklärt“, sagte er unserer Zeitung. Da es seit Monaten in der Sache nicht weitergehe, habe sich die Kursleiterin Hallenkapazitäten in anderen Kommunen gesichert, die Rahmenbedingungen hätten sich geändert.

„Dies war die letzte Chance, es noch einmal zu versuchen“, sagte Krause. Am Freitag setzt sich der Vorstand des Vereins mit dem Thema auseinander. „Ich empfehle dem Vorstand, es zu lassen und Abstand von den Plänen zu nehmen“, sagte Krause.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert