Leeres Vennbad lässt die Abwassergebühr steigen

Von: P. St.
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Monschau. Auf eine moderate Erhöhung der Gebühren im Jahr 2010 müssen sich die Bürger der Stadt Monschau einstellen, aber es bleibt alles im überschaubaren Rahmen.

So hatte der Haupt- und Finanzausschuss auch keine Bedenken, den neuen Gebührensatzungen zuzustimmen, zumal die leichten Erhöhungen von der Verwaltung schlüssig begründet werden konnten. Die Gebühren im Einzelnen:

Abwassergebühr: Die Schmutzwassergebühr 2010 steigt von 5,11 Euro auf 5,19 Euro, die Niederschlagswassergebühr von 0, 95 auf 1,01 Euro im Jahr - und das trotz kräftig gestiegener Abwasserbeihilfe des Landes (plus 154.000 Euro/bisher 130.000 Euro).

Mehr ins Gewicht fällt aber, dass durch die Schließung des Vennbades der Frischwasserverbrauch um 20.000 Kubikmeter im Jahr sinkt. Das sind immerhin fast vier Prozent Abwassermenge, die fehlen, und die Stadt ist ja schließlich auch Gebührenzahler. Im Ergebnis bedeutet dies eine Erhöhung der Abwassergebühr um 20 Cent pro Kubikmeter, wodurch die Abwasserhilfe wieder egalisiert wird.

Abfallgebühr: Die monatliche Grundgebühr für das 60 Liter Restmüllgefäß steigt von 4,85 auf 5,17 Euro, was für 2010 eine Jahresgebühr von 62,04 Euro bedeutet. Das 240 Liter-Restmüll kostet 203,52. Bei nachgewiesener Eigenkompostierung verringert sich die Gebühr um 15 Euro im Jahr pro Gefäß.

Ein weiterer Faktor des zum 1. Mai 2009 neu eingeführten Wiegesystems ist die Zusatzgebühr pro Kilo Abfall. Diese Gebühr steigt von 28 auf 37 Cent. Die Erhöhung um ein Drittel hat ihren Grund: Einmal verdoppeln sich die Personalaufwendungen von 20.000 und 40.000 Euro, dann ist Abfuhrmenge drastisch gesunken bei natürlich gleich bleibenden Fixkosten wie die Verbrennungskosten pro Tonne in der MVA Weisweiler (166 Euro pro Tonne).

In der Prognose war die Stadtverwaltung von 90 kg Restmüll/Biomüll pro Person ausgegangen, was deutlich zu hoch gegriffen war, denn die Menge wird bei 52 kg bewegen.
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